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18.03.2011

00:49 Uhr

Das Siegel des US-Einlagensicherungsfond FDIC. Quelle: Reuters

Das Siegel des US-Einlagensicherungsfond FDIC.

New YorkDie Chefs der zusammengebrochenen Washington Mutual sollen für die teure Bankpleite büßen.

Die staatliche Einlagensicherung FDIC reichte am Mittwoch Klage gegen den früheren Bankchef Kerry Killinger, zwei weitere Manager und auch zwei Ehefrauen ein, wie am Donnerstag bekannt wurde. Sie wirft der Gruppe vor, die US-Sparkasse aus eigener Profitsucht in hochspekulative Geschäfte getrieben zu haben.

Washington Mutual war einst die größte US-Sparkasse mit Filialen im ganzen Land. Sie brach im September 2008 zusammen - nur zehn Tage nach dem Bankrott der Investmentbank Lehman Brothers. Die FDIC sprang ein, um das Ersparte der Menschen zu retten. Letztlich schluckte die US-Großbank JPMorgan Chase weite Teile von Washington Mutual zum Schnäppchenpreis.

Die FDIC versucht nun, ihr verlorenes Geld von den Bankmanagern zurückzubekommen. „Die Beklagten sollten für die Verluste der Bank haftbar gemacht werden“, heißt es in der Klageschrift. Sie hätten grob fahrlässig gehandelt und die Bank mit ihrem Missmanagement in die Pleite geführt. Die genaue Schadenssumme muss nun das Gericht festlegen. Nach Informationen des „Wall Street Journal“ verlangt die FDIC 900 Millionen Dollar.

Kommentare (1)

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Gerechtigkeit

18.03.2011, 11:21 Uhr

Na hoffentlich verläuft das nicht im Sande, und hoffentlich kommen auch unsere Banker in den Genuss eines Gerichtsverfahrens auf Basis von Schadenersatzklagen, bzw. vielleicht auch gleich wegen Betruges?
Bauunternehmen müssen auch zahlen, wenn sie mangelhaft arbeiten, ebenso alle anderen "normalen" Gewerke. Warum sollten die, die von der Arbeit anderer leben, verschont bleiben?

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