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17.03.2012

14:16 Uhr

Kliniken

Deutsche Heilkunst für internationale Patienten

VonSilke Kersting

Große deutsche Kliniken rüsten auf, um internationale Patienten zu behandeln - zum Beispiel Russen und Araber. Der Medizintourismus ist auch für viele Städte ein lukratives Geschäft.

Das Vivantes-Klinikum im Friedrichshain: Behandlungen in Deutschland sind begehrt. dpa

Das Vivantes-Klinikum im Friedrichshain: Behandlungen in Deutschland sind begehrt.

BerlinDeutsche Heilkunst genießt im Ausland einen hervorragenden Ruf. Als der Berliner Klinikkonzern Vivantes International vor zwei Jahren seine erste Komfortklinik für Auslandspatienten eröffnete, musste sich Nizar Maarouf eine Menge skeptischer Kommentare anhören. "Tenor war: Die bekommt ihr nie voll", berichtet der Geschäftsführer von Vivantes. Inzwischen arbeitet der Konzern sogar mit Wartelisten. Besonders gern kämen Araber, gefolgt von Patienten aus Russland und den einstigen Sowjetrepubliken. Innerhalb von fünf Jahren stieg die Zahl der nichteuropäischen Patienten von 190 auf 1500 im vergangenen Jahr. Über die damit verbundenen Umsatzzahlen schweigt Maarouf beharrlich. Es muss sich jedoch lohnen, denn Vivantes steht für einen bundesweiten Trend: Deutsche Kliniken rüsten auf, um Patienten aus aller Welt zu behandeln. Nach Angaben der Deutschen Zentrale für Tourismus (DZT) gibt es hierzulande mehr als 2000 Kliniken - davon werben rund zehn Prozent gezielt um internationale Patienten.

Jährlich lassen sich bis zu 100 000 sogenannte Medizintouristen in Deutschland behandeln, schätzt Norbert Tödter von der DZT. Das ist bislang allerdings nur ein Nischenmarkt. Der durchschnittliche Anteil ausländischer Patienten in deutschen Häusern liegt nach DZT-Recherchen bei 0,4 Prozent. In den seltensten Fällen tragen sie mehr als zwei Prozent zum Umsatz der Kliniken bei. "Die Erwartung, dass man mit ausländischen Gesundheitstouristen das deutsche Gesundheitssystem retten könnte, ist absurd", sagt Günter Stock, Präsident der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften.

Doch der Markt wächst stetig. Ebenso wie der für Gesundheits- und Wellnessreisen, was eine Folge der alternden Gesellschaft und des gestiegenen Gesundheitsbewusstseins ist. Die DZT spricht gar von einem "Megatrend". Das jährliche Plus bei Medizinreisenden schätzt Tödter auf drei bis vier Prozent.

Kommentare (3)

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ign

17.03.2012, 18:23 Uhr

Das schreiben nur Ahnungslose Reporter die keine Ahnung haben. Deutsche Ärzte meide ich wie die Pest. Die Arzt Ausbildung passt nicht zum Deutschen Kultur Gut (wenn es gibt´s). Der Stress bei der Ausübung des Berufes gibt den Gnadenschuss.
In meiner Familie habe ich so viele Beispiele die hier nicht rein passen!

ottohuebner

18.03.2012, 03:15 Uhr

und zahlen die araber und russen auch immer ?

U.v.Hutten

18.03.2012, 17:27 Uhr

U.v.Hutten
schon mal was von russischer Quanten-Medizin gehört.

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