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15.06.2015

09:55 Uhr

Kommentar zum Kaufhof-Verkauf

Gute Nachricht für die Kunden

VonFlorian Kolf

Kaufhof wird kanadisch: Der Verkauf der Warenhauskette an Hudson's Bay kann für die Kunden nur gut sein. Das Unternehmen hat schon gezeigt wie es geht – und will massiv in die Filialen investieren. Ein Kommentar.

Kunden können auf freundlichere Filialen hoffen. dpa

Kaufhof-Filiale

Kunden können auf freundlichere Filialen hoffen.

Die Traditionsmarke Kaufhof geht an den kanadischen Warenhauskonzern Hudson's Bay und damit in die Hände angelsächsischer Investoren. Das weckt bei vielen auf den ersten Blick Besorgnis. Der erfolglose Auftritt von Ketten wie Wal-Mart oder Marks & Spencer in Deutschland gilt als mahnendes Beispiel.

Erfolg ist auch für Hudson's Bay nicht programmiert. Doch aus Sicht der Kunden bietet die Übernahme zahlreiche Vorteile. Denn die Kanadier haben jedes Interesse daran, mit dem Marktstart in Deutschland so richtig zu wirbeln. Sie werden die Konkurrenz anheizen, die Häuser herausputzen. Massive Investitionen in ihre neue Tochter haben sie schon in Aussicht gestellt.

Der Autor ist Teamleiter Handel im Ressort Unternehmen & Märkte Frank Beer für Handelsblatt

Florian Kolf

Der Autor ist Teamleiter Handel im Ressort Unternehmen & Märkte

Eine Fusion von Karstadt und Kaufhof dagegen hätte bei den deutschen Warenhäusern wohl ein „weiter so“ bedeutet. Es wäre in erster Linie um das Heben interner Synergien gegangen – und die Abwehr eines neuen Wettbewerbers.

Hudson's Bay hat in den USA und in Kanada gezeigt, dass Warenhäuser keine aussterbende Spezies sind. In den vergangenen fünf Jahren hat die Gruppe bei den übernommenen Kaufhausketten ein Wachstum von 25 Prozent erzielt. Das Erfolgsrezept ist kein Geheimnis: Nur wenn der Einkauf Spaß macht, kommen die Kunden zurück.

Hellere, freundliche Läden, eine reibungslose Verzahnung von Online-Handel und Ladengeschäften und ein attraktives Warenangebot verspricht der neue Kaufhof-Eigentümer. Der Kunde sollte ihn beim Wort nehmen.

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