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30.11.2013

14:43 Uhr

Konjunktur

„Black Friday“ macht US-Händlern wenig Hoffnung

Die schleppende Konjunktur drückt in den USA auf das Konsumklima. Der Start des Weihnachtsgeschäfts am „Black Friday“ fiel eher verhalten aus. Viele Kunden gingen hauptsächlich auf Schnäppchen-Jagd.

Amerikanische Verbraucher wollen ihr Geld wieder beisammen halten. Steuererhöhungen, Arbeitslosigkeit, der Haushaltsstreit sowie die Unsicherheit über die Gesundheitsreform von Präsident Barack Obama drücken auf die Konsumstimmung. ap

Amerikanische Verbraucher wollen ihr Geld wieder beisammen halten. Steuererhöhungen, Arbeitslosigkeit, der Haushaltsstreit sowie die Unsicherheit über die Gesundheitsreform von Präsident Barack Obama drücken auf die Konsumstimmung.

New YorkIn den USA lastet das langsame Wirtschaftswachstum auf dem Weihnachtsgeschäft des Einzelhandels. Der Start am sogenannten „Black Friday“ fiel nach ersten Einschätzungen eher verhalten aus. Viele Warenhäuser waren am traditionell umsatzstärksten Tag des Jahres zwar gut gefüllt, aber der Ansturm hielt sich im Rahmen. „Es ist viel weniger los als ich dachte“, sagte etwa Alison Goodwin aus Horsham im Bundesstaat Pennsylvania, die in einem Einkaufszentrum nach Geschenken suchte. „Es ist wie an jedem Wochenende im Dezember.“ Das erhöht den Druck auf die Firmen im Kampf um die erwarteten Branchenerlöse von mehr als 600 Milliarden Dollar.

Für Ökonomen kommt die Entwicklung nicht überraschend. Die diesjährige Shopping-Saison werde wahrscheinlich die schleppende Konjunktur widerspiegeln, sagte Wirtschaftsprofessor Can Erbil vom Boston College. Die Erwartungen seien niedrig, nachdem das Jahresendgeschäft im vergangenen Jahr schlecht gelaufen sei. Umfragen hatten bereits signalisiert, dass die Verbraucher erneut ihr Geld zusammenhalten wollen. Auf die Stimmung drückt eine Reihe von Faktoren: Steuererhöhungen, die weiter relativ hohe Arbeitslosigkeit, die vorübergehende Schließung der Verwaltung im Zuge des Haushaltsstreits sowie die Unsicherheit über die Gesundheitsreform von Präsident Barack Obama.

Die Hoffnungen der Händler ruhen auf den Besserverdienenden, die von den steigenden Immobilienpreisen und Aktienkursen profitieren. Doch nach Beobachtungen von Reuters-Reportern in mehreren Städten konzentrierten sich die Käufer am Freitag häufig auf Schnäppchen wie deutlich verbilligte Flachbildschirm-Fernseher. Profitträchtige teure Produkte blieben dagegen vielfach in den Regalen liegen.

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