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15.08.2012

08:07 Uhr

Konjunkturabschwung

Schienenlogistiker VTG dampft Prognose ein

Beim Schienenlogistiker VTG schwindet die Zuversicht. Die Kunden sind verunsichert und im letzten Quartal ging der Gewinn zurück. Deshalb hat das Unternehmen seine Prognose für das laufende Jahr gesenkt.

Ein VTG-Mineralölwagen. VTG

Ein VTG-Mineralölwagen.

HamburgDer Konjunkturabschwung in Europa lässt beim Schienenlogistikkonzern VTG die Zuversicht schwinden. Angesichts der Verunsicherung der Kundschaft nahm der Vorstand die Gewinnziele etwas zurück. Die bisher beim Umsatz in Aussicht gestellte Spanne zwischen 760 und 800 Millionen Euro werde voraussichtlich nur "in der unteren Hälfte" erreicht. Beim Betriebsgewinn (Ebitda) erwartet das Management nur noch einen Wert "an der unteren Grenze" der bislang angekündigte Spanne zwischen 170 und 178 Millionen Euro.

Im ersten Halbjahr stieg der Umsatz dank Zukäufen leicht auf knapp 380 Millionen Euro. Der Betriebsgewinn sank zugleich um 2,3 Prozent auf 82 Millionen Euro. Deutlich stärker fiel der Rückgang beim Vorsteuergewinn aus, der wegen einer Vielzahl von Belastungen bei nur noch einer halben Million Euro lag. "Angesichts des unruhigen Umfelds und der eingetrübten Konjunktur sind wir grundsätzlich mit dem Ergebnis des ersten Halbjahres zufrieden, hatten allerdings unsere Messlatte ein wenig höher gelegt", räumte Vorstandschef Heiko Fischer ein. Als Grund für den Gewinnrückgang nannte er höhere Kosten für die Instandhaltung der Waggonflotte, höhere Personalkosten sowie Abschreibungen und eine gestiegene Zinsbelastung nach der Umfinanzierung. Auch die Insolvenz eines Kunden wirkte sich negativ aus.

Die Waggonflotte war im zweiten Quartal unverändert zu 90,6 Prozent ausgelastet. Ende 2011 hatte die Auslastung noch bei 92 Prozent gelegen.

Von

rtr

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