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19.09.2012

11:26 Uhr

Konjunkturflaute

Zeitarbeitsfirma Adecco kämpft mit starkem Umsatzrückgang

Bei der Schweizer Zeitarbeitsfirma Adecco hat sich der Umsatzrückgang beschleunigt. Im Sog der europäischen Konjunkturflaute bekamen die Eidgenossen vor allem in Frankreich die angespannte Arbeitsmarktlage zu spüren.

Adecco ist weltweit der größte Vermittler von Zeitarbeitern. ap

Adecco ist weltweit der größte Vermittler von Zeitarbeitern.

ZürichDie schlechte konjunkturelle Entwicklung in Europa belastet das Geschäft der Schweizer Zeitarbeitsfirma Adecco. Unter Ausschluss von Währungs- und Akquisitionseinflüssen sanken die Erlöse in den Monaten Juli und August gegenüber dem Vorjahr um 4,5 Prozent, teilte das Genfer Unternehmen am Mittwoch mit.

Im ersten und zweiten Quartal hatte das Minus ein beziehungsweise vier Prozent betragen. Vor allem in seinem Hauptmarkt Frankreich sowie in Japan bekam Adecco die angespannte Arbeitsmarktlage zu spüren. Insgesamt blieben die Umsatztrends in Europa im Vergleich zum Vorquartal weitgehend unverändert, während das Geschäft in Nordamerika leicht anzog, teilte der Konzern vor einer Investorenveranstaltung mit.

Die Rentabilitätsprognose bekräftigte der Konzern. Das Genfer Unternehmen sieht sich auf Kurs zu der mittelfristig angepeilten operativen Rendite (Ebita-Marge) von mehr als 5,5 Prozent. Im Vorjahr waren es vier Prozent. Einer höheren Profitabilität räumt Adecco Priorität ein. Der Konzern ist dazu auch bereit, Umsatzeinbußen hinzunehmen, weil auf wenig oder nicht rentables Geschäft verzichtet wird. Auch die Konkurrenten Manpower und Randstad kämpften zuletzt mit rückläufigen Umsätzen.

An der Börse schlug die Nachricht keine großen Wellen. Die Adecco-Aktien stiegen um ein halbes Prozent auf 48,15 Franken und entwickelten sich im Rahmen des europäischen Sektorindex. „Aufgrund des makroökonomischen Umfelds kommt die Verschlechterung der Umsatzentwicklung nicht ganz überraschend“, erklärten die Analysten der Zürcher Kantonalbank.

Von

rtr

Kommentare (2)

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Nachwuchs

19.09.2012, 18:38 Uhr

Zeit-/Leiharbeit muss verboten und unter Strafe gestellt werden. Sie ist menschenverachtend und dient nur dem Lohndumping. Gedacht war sie einmal als Feuerwehreinsatz mit entsprechender Entlohnung. Gemacht haben die Experten, Manager, Politiker usw. daraus eine menschenverachtende Maschine! Nur 0,1 % von den Millionen Mitarbeiter wurde übernommen und erhielt somit einen Aufstieg!

Nachwuchs

19.09.2012, 18:40 Uhr

Rückgang? Warum weigert sich Adecco als Heilsbringer in der südlichen EU (Griechenland, Spanien usw.) tätig zu werden????

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