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07.08.2014

12:13 Uhr

Konkurrenz abgehängt

Symrise baut Gewinn dank Lateinamerika aus

Ein bisher gutes Jahr – Symrise kann Umsatz und Gewinn steigern, Grund dafür sind auch gute Geschäfte in Lateinamerika. Der Dufthersteller aus Niedersachsen rechnet damit, 2014 schneller zu wachsen als die Konkurrenz.

„Mit voller Kraft in die zweite Jahreshälfte“: Der Holzmindener Dufthersteller zeigt sich optimistisch. dpa

„Mit voller Kraft in die zweite Jahreshälfte“: Der Holzmindener Dufthersteller zeigt sich optimistisch.

FrankfurtStarke Geschäfte in Südamerika sorgen beim Duft- und Aromenhersteller Symrise für mehr Gewinn. Dort orderten Hersteller von Kosmetik, Reinigungsmittel und Sonnencremes im ersten Halbjahr kräftig die Substanzen des niedersächsischen Unternehmens. Der Konzerngewinn kletterte deshalb von Januar bis Juni um 8,5 Prozent auf 101,3 Millionen Euro, wie der Rivale des Schweizer Branchenprimus Givaudan am Donnerstag mitteilte.

Trotz zunehmender politischer Unsicherheiten durch die Russland-Krise bekräftigte Symrise-Chef Heinz-Jürgen Bertram die Jahresziele. Das erfreute die Anleger: Der Kurs der Aktie legte um 1,5 Prozent auf 38,91 Euro zu.

Zwar werden einzelne Währungen dem Firmenboss zufolge weiterhin unter Druck und die Preise für manche Rohstoffe schwanken. „Aber wichtig ist festzustellen: Der langfristige Wachstumstrend bleibt intakt“, sagte Bertram in einer Telefon-Konferenz. „Wir haben einen robusten Markt, in dem wir uns bewegen.“ Mit politischen Unsicherheiten, wie aktuell durch den Konflikt mit Russland, könne der Konzern zudem gut umgehen. „Wir sind die einzigen in dieser Branche, die eine Produktion vor Ort haben.“ Der Konzern sei auch während der Unruhen in Ägypten vor ein, zwei Jahren mit der Produktion vor Ort ganz gut gefahren. „Und so erwarten wir das auch hier für Russland.“

Für das Gesamtjahr 2014 rechnet der Konzern-Chef wie bisher damit, dass Symrise schneller wächst als der Weltmarkt für Düfte und Aromen. Diesem traut er ein Plus von zwei bis drei Prozent zu. Symrise peilt 2014 eine operative Rendite (Ebitda-Marge) von mehr als 20 Prozent an - im ersten Halbjahr lag sie bei 21,8 Prozent.

Die weltweite Nummer vier unter den Duft- und Aromenherstellern nach Givaudan sowie den Konzernen Firmenich und International Flavors & Fragrance (IFF) setzte im Halbjahr 941,8 Millionen Euro um - ein Plus von 0,8 Prozent. Währungsbereinigt war der Zuwachs in Lateinamerika mit zwölf Prozent am stärksten. Der operative Gewinn (Ebitda) nahm um 7,5 Prozent auf 205,6 Millionen Euro zu.

Durch den 1,3 Milliarden Euro teuren Kauf des französischen Wettbewerbers Diana erwartet Bertram Einsparungen von bis zu 20 Millionen Euro. Dem stünden einmalige Integrationskosten in der gleichen Höhe gegenüber. Mit dem Zukauf in Frankreich steigt der Konzern zur weltweiten Nummer Eins bei Aromen für die Tierernährung und bei Geschmacksstoffen für Mundpflegeprodukte auf.

Trotz der Milliardenübernahme sieht Bertram Symrise weiterhin in der Lage, kleinere Zukäufe finanziell zu stemmen. „Wir werden schon in sehr kurzer Zeit wieder bei einem Verschuldungsgrad sein, der uns überhaupt keine Limitierungen auferlegt“, sagte Bertram. Finanzchef Bernd Hirsch hatte unlängst gesagt, dass Symrise schon ab nächstes Jahr wieder Ausschau nach Übernahmen halten will.

Von

rtr

Kommentare (1)

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Herr peter Spirat

07.08.2014, 08:40 Uhr

Was wäre unsere heutige Welt ohne diese Duft- und Geschmacksstoffe??

Von Vielen unbewusst und unbekannt, trotzdem gehört es zu den wirklich wichtigen und schönen Errungenschaften für den gut riechenden Herren und die Lady von Format.

Selbst Eis und viele andere leckere Sachen, werden hierdurch erst lecker.

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