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09.03.2004

13:41 Uhr

Konkurrenz ist offensichtlich zu groß

Lidl legt Kanada-Pläne zu den Akten

Deutschlands zweitgrößter Discounter Lidl wollte ursprünglich 200 Filialen in Kanada eröffnen. Doch die für dieses Jahr geplante Expansion wurde vorerst gestoppt.

HB NECKARSULM. Nach Informationen der Presseagentur DPA ist dem Lidl-Management das Risiko derzeit zu hoch. Die Konkurrenz der dort etablierten Konkurrenten Wal-Mart, Sobeys oder Loblaws wird als zu stark eingeschätzt. Ganz beerdigt werde der Sprung nach Übersee aber nicht. Das Projekt sei auf unbestimmte Zeit ausgesetzt worden, war am Dienstag aus Branchenkreisen zu hören.

Inzwischen haben einheimische Einzelhandelsunternehmen in Kanda mit eigenen Vertriebslinien den Discountmarkt abgedeckt. Auf Anfrage wollte die Lidl Stiftung & Co. KG in Neckarsulm (Kreis Heilbronn) das vorläufige Aus für Kanada nicht kommentieren. Im Internet sucht Lidl zwar offiziell noch Führungskräfte für Kanada, allerdings wurde die Akquise von geeigneten Immobilien bereits beendet.

Der große Aldi-Rivale Lidl ist bereits in 15 europäischen Ländern vertreten und erzielt mit dem inzwischen dichtesten Filialnetz aller Discounter einen geschätzten Jahresumsatz von mehr als 20 Mrd. Euro. In einem beispiellosen Expansionstempo sind seit 1973 in Deutschland, seit 1988 europaweit etwa 5 000 Filialen entstanden.

Zuletzt wurde Schweden als 15. Land in die Lidl-Gruppe aufgenommen, im Frühjahr sollen in Ungarn die ersten Outlets eröffnet werden. Mittelfristig will das Unternehmen auch in Asien, Mittelamerika und Australien Fuß fassen. Davor soll aber die Expansion in ganz Osteuropa, der Türkei, im Baltikum, Dänemark und Norwegen abgeschlossen werden.

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