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12.01.2005

08:32 Uhr

Konzern bleibt beim Umsatz 2004 unter den Erwartungen

Metro verfehlt geplantes Wachstum

Das Weihnachtsgeschäft sei insgesamt zufriedenstellend verlaufen, erklärte der Metro-Konzern, aber das Nachweihnachtsgeschäft in der letzten Dezemberwoche habe deutlich unter den Erwartungen gelegen. Unter dem Strich hat Metro im vergangenen Jahr sein geplantes Umsatzwachstum verfehlt.

HB DÜSSELDORF. Der Jahresumsatz sei um 5,3 % auf 56,4 Mrd. € gestiegen, teilte Metro am Mittwoch mit. Bereinigt um Wechselkurseffekte lag das Umsatzplus bei 5,5 %. In Aussicht gestellt hatte Metro ein währungsbereinigtes Wachstum von mindestens sechs Prozent. Die Metro-Aktie fiel am Mittwoch im frühen Handel um 2,8 % auf 40 €.

„Insgesamt lag der Konzernumsatz in Euro mit 56,4 Mrd. € im Rahmen unser Erwartungen,“ sagte Vorstandschef Hans-Joachim Körber. Im vierten Quartal stieg der Umsatz um sechs Prozent auf 16,8 Mrd. €, währungsbereinigt betrug das Plus 4,9 %. „Der zufrieden stellende Verlauf des Weihnachtsgeschäftes stimmt uns für 2005 zuversichtlich“, erklärte Metro. Allerdings habe das sonst starke Nachweihnachtsgeschäft deutlich unter den Erwartungen gelegen.

Wegen der guten Entwicklung im Ausland und einer besser als erwartet ausfallenden Entwicklung im Nonfood-Bereich halte Metro an seiner Ergebnisentwicklung fest. Metro erwarte beim Ergebnis je Aktie weiter ein Wachstum zwischen sechs und zehn Prozent. Allerdings seien darin die Aufwendungen durch die Abgabe von Extra-Märkten noch nicht enthalten, schränkte der Konzern ein. Seine Ergebniszahlen will Metro am 22. März veröffentlichen.

Der Preisauftrieb in wichtigen Auslandsmärkten sei geringer ausgefallen als bei der Prognose unterstellt, sagte ein Unternehmenssprecher zur verfehlten Umsatzprognose. „Dafür haben wir im Ausland aber auch mehr Euros für die jeweilige Landeswährung bekommen.“ Während der Metro-Umsatz im Jahr 2003 vor Währungseffekten noch 1,7 %punkte höher lag als nach Währungseffekten, lag er bei diesem Vergleich im zurückliegenden Jahr 0,2 %punkte niedriger.

Konkrete Umsatzzahlen für die Entwicklung seiner einzelnen Vertriebswege nannte Metro noch nicht. In seiner wichtigsten Sparte, dem Großhandelsgeschäft (Cash & Carry), sei der Umsatz vor Währungseffekten auch im vierten Quartal „solide gewachsen“, hieß es. Das Wachstum bei den ebenfalls rasch expandierenden Elektronikfachmärkte Media Markt und Saturn habe zwischen Oktober und Dezember auf dem Niveau des dritten Quartals gelegen. Damals war die Sparte vor Wechselkursen um 4,7 % gewachsen.

„Sehr erfreulich“ sei auch der flächenbereinigte Umsatzverlauf in den Praktiker-Baumärkten. Rückläufig gewesen sei dagegen der Lebensmitteleinzelhandel in Deutschland, in dem Metro mit seinen Extra- und Real-Märkten vertreten ist. Die Kaufhof-Warenhäuser hätten sich im letzten Geschäftsquartal „weitgehend auf dem Niveau der ersten neun Monate“ entwickelt. Per Ende September hatte das Umsatzminus 1,5 % betragen, flächenbereinigt waren es minus 0,9 % gewesen.

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