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18.10.2013

16:10 Uhr

Kosmetikkette

Douglas kurz vor Kauf von Rivalen Nocibe

Der Douglas-Konzern steht kurz vor dem Kauf der französischen Parfümerie- und Kosmetikkette Nocibe. Fraglich ist nur noch, wie die wettbewerbsrechtliche Genehmigung zu erreichen ist. Noch ist das Geschäft nicht sicher.

Douglas expandiert durch Zukäufe. Für den Ausbau des Geschäfts steht dem Management bis zu eine halbe Milliarde Euro für die nächsten fünf bis sieben Jahre zur Verfügung. dpa

Douglas expandiert durch Zukäufe. Für den Ausbau des Geschäfts steht dem Management bis zu eine halbe Milliarde Euro für die nächsten fünf bis sieben Jahre zur Verfügung.

ParisDer Douglas-Konzern könnte schon bald auf dem wichtigen französischen Markt einen großen Schritt voran kommen. Douglas stehe kurz vor dem Kauf der französischen Parfümerie- und Kosmetikkette Nocibe, sagte eine mit der Sache vertraute Person am Freitag. Das Unternehmen aus Hagen wäre damit auf einen Schlag Nummer Zwei hinter der zur LVMH -Gruppe gehörenden Kosmetikkette Sephora und würde Marionnaud hinter sich lassen. Die beiden hinter Douglas und Nocibe stehenden Finanzinvestoren Advent und Charterhouse seien einem Abschluss nahe, sagte der Insider. Die Gespräche seien aber nicht exklusiv, hieß es von einer anderen Person aus Finanzinvestorenkreisen.

Die französische Zeitung "Les Echos" hatte am Freitag unter Berufung auf mit der Sache vertraute Personen berichtet, Douglas und Nocibe hätten sich auf eine Preisbasis und auf die Finanzierung geeinigt, jedoch sei auch noch der französische Finanzinvestor LBO im Rennen um Nocibe. Der Wert der Kette werde auf 500 bis 550 Millionen Euro taxiert. In den Gesprächen von Douglas und Nocibe gehe es nun vorrangig um die Frage, wie die wettbewerbsrechtliche Genehmigung zu erreichen ist. Eine mit der Sache vertraute Person sagte Reuters, sowohl Douglas als auch Nocibe könnten einige Läden abgeben, um Bedenken der Wettbewerbshüter aus dem Weg zu räumen. Weder Advent noch Douglas, Charterhouse oder LBO France wollten die Informationen kommentieren.

Douglas war im Frühjahr von dem Finanzinvestor Advent und der Gründerfamilie Kreke gekauft und von der Börse genommen worden. Das Unternehmen hat sich die Expansion auch über Zukäufe auf die Fahnen geschrieben. Der Konzern strebt nach früherer Aussage von Vorstand Manfred Kroneder die europäische Marktführerschaft an. Für den Ausbau des Geschäfts steht dem Management bis zu eine halbe Milliarde Euro für die nächsten fünf bis sieben Jahre zur Verfügung.

Zu Douglas gehören neben den gleichnamigen Parfümerien auch die angeschlagene Buchhandelskette Thalia, deren Sanierung den Konzern im vorigen Geschäftsjahr 2011/2012 in die roten Zahlen zog, die Juwelierkette Christ, die Hussel-Confiserie und die Textilkette AppelrathCüpper.

Von

rtr

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