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28.07.2014

08:15 Uhr

Kostensenkungen geplant

Post will neuen Mitarbeitern weniger zahlen

Der Deutschen Post stehen harte Tarifverhandlungen bevor: Vorstandschef Frank Appel hat angedeutet, dass er neuen Mitarbeitern weniger zahlen will als langjährigen Angestellten. Begründung: Die Konkurrenz ist billiger.

Post-Chef Frank Appel macht die Mitarbeiter auf Einbußen gefasst. dpa

Post-Chef Frank Appel macht die Mitarbeiter auf Einbußen gefasst.

MünchenDas Management der Deutschen Post hat angedeutet, dass es für neue Mitarbeiter künftig deutlich weniger Geld geben könnte als für langjährige Angestellte. „Wir zahlen heute unseren Mitarbeitern teilweise doppelt so viel wie unsere Wettbewerber“, sagte Vorstandschef Frank Appel der „Süddeutschen Zeitung“ vom Montag. „Deshalb werden wir uns damit beschäftigen müssen, ob neue Mitarbeiter das gleiche Gehaltsniveau haben können wie die, die schon 30 Jahre dabei sind.“ Im kommenden Jahr erwarte er harte Tarifverhandlungen mit den Arbeitnehmervertretern.

Heutige Mitarbeiter könnten ebenfalls einen Beitrag zur Kostensenkung leisten, auch wenn das „nicht allen gefallen“ werde, sagte Appel der Zeitung. Das „Kernproblem“ seines Konzerns, der weltweit fast 500.000 Mitarbeiter beschäftigt, beschrieb der Vorstandsvorsitzende wie folgt: „Unsere Umsätze wachsen in Deutschland, aber die Gewinne nicht. Die Marge sinkt sogar.“ Die Gewinne müssten aber steigen, um investieren und neue Arbeitsplätze schaffen zu können. Appel deutete an, dass die Post künftig etwa ihre „sehr interessanten“ Datensätze über Waren- und Verkehrsströme besser geschäftlich nutzen könnte.

Ob ferner bei der Bundesnetzagentur ein Antrag auf Portoerhöhung gestellt werde, solle im Herbst entschieden werden. „Die Regel ist, dass wir das Porto erhöhen dürfen, wenn die Inflation höher ist als 0,2 Prozent“, sagte Appel der Zeitung. „Das ist der Fall.“ Er habe auch keinen Zweifel daran, dass höhere Briefpreise genehmigt würden, falls sich die Post zu einem Antrag entscheiden sollte.

Von

afp

Kommentare (7)

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Frau Dagmar Kohlrausch

28.07.2014, 09:16 Uhr

Jupp, höheres Porto gleich weniger Sendungen.

Und Mitarbeiterkosten werden bei der Post doch schon seit Jahren gesenkt. Beschäftigt man doch jede Menge Subunternehmer, die ihren Mitarbeitern teilweise 5 Euro die Stunde zahlen.

Herr Ben Hu

28.07.2014, 09:30 Uhr

Wenn ich das schon wieder lese:

Wenn der Umsatz steigt und der Gewinn gleich bleibt, dann ist es mathematisch logisch, dass die (prozentuale) Marge sinkt. Die absolute Marge (=Gewinn) bleibt aber gleich. Also nicht immer so leere Worthülsen durch die Gegend feuern bitte.

Bei einem EBITDA von >4Mrd. und einem Nettoergebnis von >2 Mrd. fällt es natürlich schwer, den Gewinn zu investieren, da man ja erst an die Aktionäre denken muss.

Und bei mehr als 0,02% Inflation (wir erinnern uns - es gibt zur Zeit ja keine Inflation, fast schon eine Deflation) dürfen die Preise erhöht werden... die letzte Erhöhung auf 60ct waren 3,4% Erhöhung, davor waren es 5,5%. Ich bin mir ziemlich sicher, dass die ja nicht vorhandene Inflation deutlich geringer war.

Das ist doch total Wirr, was er von sich gibt.

Account gelöscht!

28.07.2014, 10:10 Uhr

...schließen Sie Ihren Laden doch einfach ganz Herr Apel; da sparen Sie richtig Kohle. Unsere Post sammeln wir meistens ohnehin schon bei den Nachbarn ein...

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