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07.03.2006

09:30 Uhr

Kostensenkungsprogramme positiv

Baumärkte wachsen im Ausland

Deutschlands Baumärkte verlieren Umsatz. Zu diesem Ergebnis kommt der Fachverlag Dähne, der die Ergebnisse einer groß angelegten Branchenstudie gestern auf der Kölner Eisenwarenmesse präsentierte.

Wenn Sie wissen wollen, welche Baumärkte die Heimwerkerkönige sind, klicken Sie auf das Pluszeichen!

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cs DÜSSELDORF. Nach den Ermittlungen der Branchenexperten stieg die Zahl der Baumärkte hier zu Lande im vergangenen Jahr um knapp ein Prozent auf 4 219, die deutschen Baumarktumsätze verharrten beim Umsatz dagegen nahezu auf dem Vorjahresniveau von rund 20 Mrd. Euro.

Besser schlagen sich Obi, Praktiker & Co. dagegen im Ausland. Dort steigerten die 20 größten deutschen Baumarktbetreiber ihre Erlöse 2005 um 6,5 Prozent auf knapp über fünf Mrd. Euro. Nur zum Teil liegt dies an den Neueröffnungen jenseits der deutschen Grenzen, die 2005 mit 40 Märkten einen neuen Rekordstand erreichten. Denn selbst flächenbereinigt legten die deutschen Baumarktbetreiber 2005 im Ausland deutlich zu: Die 20 größten Baumärkte steigerten ihre Flächenproduktivität im abgelaufenen Jahr um 1,3 Prozent.

Trotz leichter Umsatzrückgänge im Januar und Februar von rund zwei Prozent bewegen sich die Renditen der deutschen Baumarktbetreiber nach oben. „In den letzten Jahren lagen sie zwischen 1,8 und 2,2 Prozent“, sagt Dähne-Experte Joachim Bengelsdorf, „inzwischen dürften sie im Schnitt zwischen 2,3 und 2,5 Prozent liegen.“ Die Situation habe sich vor allem wegen reduzierter Kosten verbessert.

Die höheren Ergebnisse dürften die Baumarktbetreiber ihrer zunehmenden Spezialisierung verdanken. So ist es beispielsweise Praktiker gelungen, sich als discountorientierter Wettbewerber zu profilieren. Der Branchenzweite reduzierte sein Sortiment drastisch von über 300 000 auf rund 70 000 Artikel. Gleichzeitig lockt er seine Kunden regelmäßig mit umfangreichen Rabattaktionen.

Auf der anderen Seite zählen personalintensive Formate zu den Gewinnern der Branche. Der Bonner Betreiber Knauber etwa, der auf beratungsträchtige Sortimente setzt, schaffte im vergangenen Jahr mit 1 969 Euro den zweitgrößten Quadratmeterumsatz der Branche.

Gleichzeitig werden Deutschlands Baumärkte immer größer. Während die Zahl der Märkte unter 2 500 Quadratmetern Verkaufsfläche im vergangenen Jahr um über zehn Prozent zurückging, legten die Häuser mit über 10 000 Quadratmetern um fast fünf Prozent zu.

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