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18.03.2011

16:07 Uhr

Kostensicherheit

Leasing ist mehr als eine Finanzierungsalternative

VonGisela Demberg

Unternehmenskunden können die Kostensicherheit erhöhen. Möglich wird dies durch neue Serviceangebote und spezielle Versicherungen.

FrankfurtLeasing ist mehr als eine Finanzierungmöglichkeit. Insbesondere beim Leasing von Kraftfahrzeugen wird mittlerweile ein ganzes Bündel von Dienstleistungen angeboten – angefangen von Services rund ums Fahrzeug bis hin zu speziellen Versicherungen. Solche Offerten rechnen sich nicht nur bei größeren Fahrzeugflotten, sondern auch bei Einzelfahrzeugen, „wobei früher noch anzutreffende Vergleichsrechnungen – also die Frage, ob der Kauf oder Leasing günstiger ist – speziell in diesem Segment so gut wie keine Rolle mehr spielen“, bestätigt Manfred Vosseler, Geschäftsführer des Leasingverbands (BDL).

Für Firmen ist die Kostenplanung wichtig. Leasingverträge-, vor allem KFZ-Kilometerverträge, haben den Vorteil, dass sie kalkulierbar sind. Sie bieten gleichmäßige Raten über einen gewählten Zeitraum von meist 24 bis 36 Monaten. Ein dazu gekauftes Servicepaket mit monatlich festen Raten erhöht die Kostensicherheit. Das gilt auch für Versicherungen. Einige Policen bieten auch dann konstante Prämien, wenn es während der Leasinglaufzeit zu einem vom Leasingnehmer verschuldeten Unfall kommt. Muss der Leasingvertrag bei Totalschaden oder Diebstahl des Fahrzeugs vorzeitig beendet werden, sorgt eine GAP-Versicherung dafür, dass der Leasingnehmer nicht draufzahlen muss, weil der Wagen vor allem in den ersten zwei Jahren einen höheren Wertverlust erfahren hat, als durch die Leasingraten kompensiert wurde.

Am Ende der Laufzeit gibt der Leasingnehmer das Fahrzeug an die Leasinggesellschaft oder den Händler zurück – bei vertragsgemäßer Nutzung ohne weitere Nachzahlung.

Doch hierüber kann es zu Auseinandersetzungen kommen. Dabei ist vom Grundsatz her klar, dass der Leasingnehmer nur für Schäden einzustehen hat, für bloße Gebrauchsspuren dagegen nicht. Schäden kann er über seine Vollkaskoversicherung ausgleichen lassen, allerdings mit dem Risiko einer höheren Prämie beim Anschlussvertrag.

Sinnvolles Zubehör zahlt sich aus

Kleinschäden können vielfach durch Einbau von Parkpiloten sowie Park- oder Bremsassistenten vermieden werden. Die zusätzlichen Kosten dafür erhöhen auch die Leasingrate. Allerdings wird der Einbau der kleinen Helfer von einigen Versicherern durch reduzierte Versicherungsprämien honoriert. Dies kann die höheren Kosten über die Leasinglaufzeit weitgehend kompensieren.

Bloße Gebrauchsspuren, die der vertraglich vereinbarten Nutzung des Kraftfahrzeugs entsprechen, sind nicht ausgleichspflichtig. „Ein Streit hierüber zwischen Händler und Kunde ist gegebenenfalls unter Hinzuziehung eines Sachverständigen zu eliminieren. Ein Händler sollte dabei bemüht sein, mit dem Kunden eine Einigung herbeizuführen, denn nur so wird er ihn an sich und die Marke weiter binden“, sagt ein Sprecher des Arbeitskreises der Banken und Leasinggesellschaften der Automobilwirtschaft (AKA).


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