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01.08.2012

17:40 Uhr

Kreditkarten-Anbieter

Mastercard bleibt hinter den Erwartungen zurück

Gewinn gesteigert, Erwartungen dennoch enttäuscht: So lässt sich der Quartalsbericht von Mastercard zusammenfassen. Der Kreditkarten-Anbieter wächst nicht so schnell wie erwartet.

Mastercard hat den Gewinn um 15 Prozent gesteigert, Analysten hatten aber mehr erwartet. dapd

Mastercard hat den Gewinn um 15 Prozent gesteigert, Analysten hatten aber mehr erwartet.

PurchaseDas Bezahlen mit Karte füllt Mastercard die Kasse. Angesichts einer ungebremsten Kauflust seiner Kunden hat der Kreditkarten-Anbieter im zweiten Quartal seinen Gewinn hochschrauben können. Unterm Strich blieben 700 Millionen Dollar übrig (569 Millionen Euro) - das waren 15 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum.

Mastercard hat die Umsatzerwartungen der Wall Street im Frühjahrsquartal verfehlt. Die Erlöse stiegen um neun Prozent auf 1,82 Milliarden Dollar. Von Thomson Reuters befragte Analysten waren im Schnitt von 1,87 Milliarden Dollar ausgegangen.

Wann die EC-und Kreditkarten im Ausland nicht funktionieren

EC-Karte

Mit Maestro-Karten, die das Girokonto sofort belasten, können Bankkunden normalerweise weltweit zahlen oder Geld abheben. Besonders viele Vertragspartner und Geldautomaten stehen in Europa. Trotzdem funktionieren die Karten häufig nicht. Das kann mehrere Gründe haben. Vor Reiseantritt notieren sich Urlauber für alle Fälle Karten- und Kontonummer.

Auffällige Konto-Bewegungen

Bei jeder von einer EC-Karte ausgelösten Buchung läuft im Rechenzentrum der Banken eine Sicherheitssoftware mit, die Betrug frühzeitig erkennen und durch Kartensperren verhindern soll. Dabei kann es auch zu ungewollten Sperren kommen. Für Kunden ist es schwierig, sich darauf einzustellen. So zog ein Institut in Barcelona die Karte eines Studenten wegen auffälliger Bewegungen ein. Er hatte in kurzer Zeit zweimal hintereinander am selben Automaten Geld abgehoben.

Dispo-Auslandssperre

Postbank, Deutsche Bank sowie einige Volks- und Raiffeisenbanken haben die Möglichkeit zur Überziehung bei den EC-Karten fürs außereuropäische Ausland gesperrt. De facto gilt hier ein Null-Limit. Kunden können es auf Anfrage vor einer Reise heraufsetzen lassen. Wer das nicht tut, steht womöglich mit leeren Händen da. Nötig ist dazu ein Anruf in der Filiale.

Minus auf dem Konto

Ist das Konto im Minus, bewegt sich aber innerhalb des Verfügungsrahmens können Kunden im Inland problemlos Geld mit ihrer Karte ziehen. Im Ausland steht dieser Verfügungsrahmen bei manchen Banken plötzlich nicht mehr zur Verfügung. Vor allem Länder außerhalb der Eurozone sind von dieser Regelung oft betroffen.

Technische Pannen

Neben Defekten an Chips oder Magnetstreifen ist ein weiterer Grund für das Nichtfunktionieren der Karten die Umstellung der Institute auf ein neues Bezahlsystem. So wird bei EC-Karten in Deutschland seit einigen Jahren mit dem Maestro-System bezahlt. Das ist ein Abbuchungsdienst vom Kreditkarten-Unternehmen MasterCard, das mittels Magnetstreifen funktioniert. Da Chipkarten als sicherer gelten, führen manche Institute so genanntes V-Pay ein, das Konkurrenz-Produkt von Visa. Vor allem die Postbank rüstet hier um. Wermutstropfen: Einkaufen mit der neuen Karte Glückssache. Denn längst nicht alle Händler haben umgerüstet. Und in beliebten Urlaubsländern wie den USA oder Ägypten funktioniert die Technik generell nicht.

Kreditkarten

Mit ihnen kann man grundsätzlich weltweit zahlen, solange Vertragspartner und Bankautomaten die jeweiligen Karten annehmen. Zum Geldabheben sind Kreditkarten allerdings meist teurer als EC-Karten. Zudem wird selten beim Bezahlen im Inland der PIN verlangt. Viele Kreditkartenbesitzer sollten sich ihre Geheimnummer daher vor dem Urlaub gut einprägen und sich vor Reiseantritt die Kartennummer notieren. Zudem sollten sie sicherstellen, dass die letzte Abrechnung bezahlt ist.

Auffällige Kontobewegungen

Auch bei Kreditkarten sind auffällige Kontenbewegungen und die Auslieferung von defekten Karten ein Thema. Bei auffälligen Käufen oder Abhebungen können Sicherheitsbeamte ohne Nachfrage die Bezahlfunktion abstellen.

Geldreservierungen

Manche Reiseveranstalter, Airlines und Hotels lassen bei einer Reservierung die entsprechende Summe oft im Voraus blocken. Dann ist der Rahmen schneller ausgereizt als gedacht.

Alternative I: Reiseschecks

Sie können vor Antritt der Reise gegen Gebühr in der entsprechenden Landeswährung gekauft werden. Zahlreiche Geldinstitute nehmen sie weltweit an. Vorteil: Die Schecks sind versichert und werden bei Verlust vor Ort binnen 24 Stunden ersetzt, sofern sich der Kunde als Käufer ausweisen kann.

Alterbnative II: Bargeld

Auch wenn es verpönt ist, Cash gehört in jede Urlaubskasse. In einigen Ländern gelten allerdings Obergrenze für die Einführung von Devisen.

Alternative III: Blitzüberweisung

Wenn alle Stricke reißen, das Portemonnaie futsch ist und Urlauber ohne Geld dastehen, besteht die Möglichkeit einer Blitzüberweisung. Der Finanzdienstleister Western Union bietet sie in Zusammenarbeit mit der Postbank und der Reisebank an. Auch MoneyGram ist hier in Kooperation mit den Sparkassen tätig. Damit kann binnen weniger Minuten Geld von einer Postfiliale an eine Auszahlstelle im Urlaubsland überwiesen werden. Wer nicht selbst Online-Kunde bei der Postbank ist, braucht eine Vertrauensperson, die während des Urlaubs in Deutschland ist und sich in eine Postfiliale begeben kann. Nach dem Ausfüllen eines Formulars informiert sie den Urlauber über die Auftragsnummer und teilt mit, wo er sich sein Geld auszahlen lassen kann. Der Empfänger sucht die Agentur auf und erhält mit der Auftragsnummer und der persönlichen Identifikation das Geld.

Der weltweite Umsatz mit Kreditkarten stieg so langsam wie seit über zwei Jahren nicht mehr. Von einer ähnlichen Entwicklung hatte schon der Konkurrent American Express im Juli berichtet. Mastercard-Investoren zeigten sich enttäuscht: Die Aktie fiel in New York um zwei Prozent.

Trotz anhaltender wirtschaftlicher Unsicherheiten seien die Zahlungsvolumen in allen Regionen gestiegen, erklärte Konzernchef Ajay Banga am Mittwoch. Die Erträge - die gesamten Einnahmen der Firma - kletterten dadurch um neun Prozent auf 1,8 Milliarden Dollar.

Kreditkarten-Gebühren: Visa und Mastercard zahlen Milliarden an Händler

Kreditkarten-Gebühren

Visa und Mastercard zahlen Milliarden

Seit Jahren werfen US-Händler den Kreditkartenfirmen Absprachen bei Gebühren vor.

Anders als der größere Rivale Visa hatte Mastercard zudem schon vor einem halben Jahr Rückstellungen für einen schwelenden Streit mit US-Händlern gebildet, so dass das Ergebnis dadurch nun kaum belastet wurde. Visa indes war zuletzt tief in die roten Zahlen gerutscht.

Die Einzelhändler hatten sich über zu hohe Gebühren für den Einsatz von Kreditkarten beschwert und den Finanzfirmen Mauscheleien vorgeworfen. Schließlich einigten sich Visa, Mastercard und mehrere Banken mit den Händlern auf einen 7,25 Milliarden Dollar schweren Vergleich, durch den Entschädigungen fließen sollen. Visa nahm mit mehr als vier Milliarden Dollar die größte Bürde auf sich, auf Mastercard entfielen 790 Millionen Dollar.

Wie Kreditkartenarten funktionieren

Debit Card

Diese Karte ist vergleichbar mit einer EC-Karte. Bei der Zahlung wird sofort das Konto belastet.

Charge Card

Bei dieser Variante erfolgt die Abrechnung und Belastung der Ausgaben am Ende des Monats.

Credit Card

Echte Kreditkarten, wie sie etwa in den USA häufig verbreitet sind. Die Abrechnung der Belastungen erfolgt meist monatlich. Die Karten haben aber auch eine Kreditfunktion. Dann erfolgt die Rückzahlung in Raten oder in einem Einmalbetrag.

Prepaid Card

Wie beim Handy muss die Karte vorher aufgeladen werden. Solche Karten können für Reisen oder Kinder aus Sicherheitsgründen interessant sein.

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