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22.10.2012

19:01 Uhr

Kreise

Wohnungskonzern LEG peilt Börsengang an

Der Wohnungskonzern LEG treibt Insidern zufolge seine Börsenpläne für 2013 voran. Bis Jahresende sollten demnach Banken für den Börsengang mandatiert werden. Allerdings müsse die Refinanzierung schnell ermöglicht werden.

Der Appetit der Investoren auf Wohnungen ist ungebrochen. dpa

Der Appetit der Investoren auf Wohnungen ist ungebrochen.

FrankfurtBeim nordrhein-westfälischen Wohnungskonzern LEG werden die Börsenpläne konkret. „Das zweite Quartal 2013 ist durchaus machbar, wenn das Umfeld stimmt“, sagte eine mit den Plänen vertraute Person der Nachrichtenagentur Reuters am Montag. Bis Jahresende sollten die Banken für den Börsengang mandatiert werden. Vorbedingung sei allerdings, dass die Refinanzierung zügig unter Dach und Fach gebracht werde, betonte ein anderer Insider. Auch die Agentur Bloomberg hatte über das Vorhaben berichtet.

LEG-Chef Thomas Hegel hatte erst im September erklärt, der Konzern, dessen 90.000 Wohnungen per Ende 2011 mit 4,7 Milliarden Euro bewertet wurden, wolle im kommenden Jahr fit sein für die Börse. Der Umbau des Unternehmens sei so gut wie abgeschlossen. Den Startschuss muss allerdings der Eigner geben: Die damalige schwarz-gelbe Landesregierung hatte die LEG 2008 an den von Goldman Sachs aufgelegten Fonds Whitehall verkauft. Weder die LEG noch Goldman Sachs wollten sich zu den Informationen äußern.

Goldman hatte im Frühjahr 2011 schon den Berliner Immobilienkonzern GSW erfolgreich an die Börse gebracht. Der Appetit der Investoren auf Wohnungen in Deutschland ist seither ungebrochen, denn sie versprechen auch in Krisenzeiten stabile Einnahmen. Branchenkenner bezweifeln deshalb nicht, dass es ein weiteres großes Immobilienunternehmen an die Börse schaffen kann.

Die LEG wäre nach der Anzahl der Wohnungen größer als etwa eine börsennotierte Deutsche Wohnen. Allerdings drängt auch der regionale Konkurrent Deutsche Annington, im Besitz des Finanzinvestors Terra Firma, an die Börse. „Das könnte den Prozess beschleunigen. Wer zuerst kommt, ist klar im Vorteil“, erklärte ein Banker.

Von

rtr

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