Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

10.04.2014

10:00 Uhr

Krim

McDonald's boykottiert, Burger King kommt

VonLisa Hegemann

Nach dem Rückzug von McDonald's schien es, als müssten die Krim-Bewohner künftig auf Burger und Chicken Nuggets verzichten. Doch so wird es wohl nicht kommen. Rettung naht – von McDonald's größtem Konkurrenten.

Burger King statt McDonald's: Die zweitgrößte Fast-Food-Kette plant, Filialen auf der Krim zu eröffnen. dapd

Burger King statt McDonald's: Die zweitgrößte Fast-Food-Kette plant, Filialen auf der Krim zu eröffnen.

DüsseldorfDie Bewohner der Krim müssen offenbar doch nicht auf Burger verzichten. Zwar hat McDonald's vor wenigen Tagen bekannt gegeben, seine Filialen auf der Halbinsel zu schließen. Doch die Rettung naht – in Form von McDonald's größtem Konkurrenten: Burger King will künftig sein Fast Food auf der Krim verkaufen. Das sagte Dmitry Medoviy, der Russland-Chef der US-Kette, der russischen Nachrichtenagentur Itar-Tass.

„Wir planen, unsere Dienste künftig auf der Krim anzubieten“, so Medoviy. Er könne aber noch nicht sagen, wann dies geschehen und wie viele Filialen Burger King dort eröffnen werde. Bisher hat die zweitgrößte Fast-Food-Kette der Welt keine Ableger auf der von Russland annektierten Halbinsel.

Die wertvollsten Fast-Food-Marken

Methodik

Einmal jährlich berechnet das US-Marktforschungsinstitut Millward Brown den Markenwert der wertvollsten Fast-Food-Ketten der Welt. Handelsblatt Online zeigt, welche Marken besonders gut abschneiden. (Stand: Mai 2013)

Platz 10

Taco Bell - Markenwert: 1,99 Milliarden Dollar

Die berühmte Burrito-Kette verkauft ihre mexikanischen Spezialitäten vor allem in den USA. Zwei Millionen Kunden und 5800 Filialen machen die Möchtegern-Mexikaner zu dem Umsatztreibern des Fast-Food-Riesens Yum!-Brands.

Platz 9

Burger King - Markenwert: 2,44 Milliarden Dollar

Was die Größe betrifft sind die Erfinder des Whoppers der größte McDonalds-Konkurrent. Beim Markenwert spielt die Burgerkette trotz 12.700 Filialen in 73 Ländern weltweit aber in einer anderen Liga.

Platz 8

Panera - Markenwert: 3,03 Milliarden Dollar

Die Backshop-Kette ist neu in den Top 10. Dort gibt es Brötchen, aber auch kleine Speisen wie Suppen. Die Kette hat mehr als 1700 Filialen in den USA und Kanada.

Platz 7

Tim Hortons - Markenwert: 3,38 Milliarden Dollar

Durch rasantes Wachstum hat die kanadische Kette in ihrem Heimatland sogar McDonald's überholt. In den 3300 Filialen werden besonders Kaffee und Donuts verkauft.

Platz 6

Chipotle - Markenwert: 4,97 Milliarden Dollar

Burritos und Tacos sind die Klassiker bei der US-Kette, die mexikanisches Essen serviert. Das Unternehmen wurde vor 20 Jahren gegründet und gehörte zwischendurch ein paar Jahre zu McDonald's.

Platz 5

Pizza Hut - Markenwert: 6,01 Milliarden Dollar

Die 12.000 Filialen der weltgrößten Pizzakette gehören ebenfalls zum Yum!-Imperium. Statt mit der klassischen italienischen Pizza feiert die Kette vor allem mit Pan-Pizzen Erfolge, die in der Pfanne serviert werden.

Platz 4

Kentucky Fried Chicken (KFC) - Markenwert: 9,95 Milliarden Dollar

Noch heute lächelt KFC-Gründer Colonel Harland Sanders von jedem Eimer mit Hähnchenflügeln, der über die Ladentheke geht. Die Kette, die ebenfalls zu Yum! gehört, steht seit mehreren Jahren in der Kritik von Tierschützern.

Platz 3

Subway - Markenwert: 16,69 Milliarden Dollar

Während Subway in den USA als beliebter Franchisepartner gilt, gingen der Sandwich-Kette in Deutschland reihenweise die Franchisenehmer von der Stange. Im Markenwert werden die US-Brötchengeber aber nur von zwei Konzernen geschlagen.

Platz 2

Starbucks - Markenwert: 17,89 Milliarden Dollar

Die Zeit des rasanten Wachstums ist vorbei. Die US-Kaffeekette wächst, aber die Wirtschaftskrise hinterlässt ihre Spuren in der Bilanz. Im Markenwert ist trotzdem keine Kaffeekette besser – und Starbucks hat im Vorjahresvergleich stark zugelegt.

Platz 1

McDonald's - Markenwert: 90,26 Milliarden Dollar

Das goldene M, Heimat von Big Mac und Chicken McNuggets, ist beim Markenwert einsam an der Spitze. Mit 34.000 Filialen in 118 Ländern gibt es kaum einen Winkel der Welt, in dem der Fast-Food-Riese nicht aktiv ist.

McDonald's hatte Anfang April beschlossen, seine Filialen in den Krim-Städten Sewastopol, Simferopol und Jalta vorübergehend zu schließen. Als Grund gab der Burger-Primus „Betriebsbedingungen außerhalb unserer Kontrolle“ an. Den Mitarbeitern wurde angeboten, in anderen Filialen in der Ukraine zu arbeiten. Die Meldung folgte kurz nach der russischen Vereinnahmung der Krim und darf wohl auch als kleiner Boykott der neuen Führung verstanden werden.

Burger King könnte die entstandene Fast-Food-Lücke nun füllen. Die Frage ist nur, wann. Bisher ist die Ankündigung des US-Unternehmens noch äußerst unkonkret. Es könnte sein, dass Burger King abwartet, bis sich die Lage auf der Krim beruhigt hat. Ähnlich wie Konkurrent McDonald's.

Kommentare (4)

Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.  Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.

Account gelöscht!

10.04.2014, 10:09 Uhr

Na Gott sei Dank, ich dachte schon die Krim Krise würde nun endgültig eskalieren!

Account gelöscht!

10.04.2014, 10:20 Uhr

Am Ende siegt immer die Firman mit dem größeren Sachverstand. Im mittleren Zeitraum wird eh Russland zu EU gehören. Wer will dann noch wissen wo die "Kreis-Grenze" langgeht.

Account gelöscht!

10.04.2014, 10:27 Uhr

Putin, das Genie.
Hat mal so nebenbei und ganz ohne Blutvergiessen die Meckes Buben vetrieben und dafür nun die Bürger Könige mit den wirklich gegrillten Patties auf die Krim gelockt.

Der Mann weiss, was besser schmeckt ... "Burger King, my way" ;-)

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×