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25.02.2014

10:05 Uhr

Kriselnde Fluggesellschaft

Australien prüft Hilfe für Qantas

Im Kampf gegen Konkurrent Virgin Australia droht Qantas zerrieben zu werden. Jetzt will die Airline mehr als eine Milliarde Euro einsparen. Die australische Regierung prüft eine Unterstützung, um Stellen zu retten.

Wartende Passagiere am Flughafen in Singapur: Im ablaufenden Geschäftsjahr hat Qantas Airlines keine großen Sprünge gemacht. Reuters

Wartende Passagiere am Flughafen in Singapur: Im ablaufenden Geschäftsjahr hat Qantas Airlines keine großen Sprünge gemacht.

SydneyDie kriselnde australische Fluggesellschaft Qantas hat Einsparungen in Höhe von zwei Milliarden australischer Dollar (etwa 1,3 Milliarden Euro) in den kommenden drei Jahren angekündigt, einen Bericht über die Streichung von 5000 Stellen aber zurückgewiesen. Die Tageszeitung „Sydney Daily Telegraph“ nannte die Zahl am Dienstag jedoch unter Berufung auf Unternehmenskreise. Die Stellenstreichungen müssten sehr viel umfangreicher ausfallen als noch im Dezember angekündigt, hieß es.

Damals hatte Qantas einen Verlust von umgerechnet fast 200 Millionen Euro im ersten Halbjahr seines Geschäftsjahrs mitgeteilt und angekündigt, tausend Arbeitsplätze zu streichen. Am Donnerstag legt das Unternehmen genaue Zahlen vor.

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Australiens Fluggesellschaften Qantas und Virgin liefern sich einen harten Kampf. Qantas wird zum zweiten Mal auf Ramsch-Niveau abgewertet. Die Känguru-Airline legt ein Sparprogramm auf – und attackiert den Konkurrenten.

Qantas nennt als Grund für den Verlust die hohen Kosten für Treibstoff und die harte Konkurrenz. Die Fluggesellschaft möchte von der Regierung eine Bürgschaft und kritisiert ein Gesetz, das eine ausländische Beteiligung an Qantas über 49 Prozent hinaus nicht erlaubt. Hauptkonkurrent Virgin Australia ist im Besitz von Singapore Airlines, Air New Zealand und Etihad Airways aus Abu Dhabi.

Angesichts der sich verschlechternden Situation bei Qantas denkt die australische Regierung mittlerweile doch über eine Unterstützung nach. Ministerpräsident Tony Abbott sagte am Dienstag im Parlament, es liege im Interesse Australiens, dass einer der großen Arbeitgeber des Landes „überlebt und gedeiht“. Die Regierung werde tun, was sie könne, um Qantas eine faire Chance im Wettbewerb mit seinem Erzrivalen Virgin Australia zu geben. Aber der Konzern müsse seine Hausaufgaben machen. Im Dezember hatte Abbott der Bitte Qantas' um finanzielle Unterstützung noch eine Absage erteilt.

Auch der konservative Verkehrsminister Warren Truss stellte in Aussicht, das Qantas-Gesetz so zu ändern, dass Ausländer die Mehrheit an dem Unternehmen erwerben können. Das entbinde die Geschäftsführung aber nicht von der Pflicht, „ihren Laden in Ordnung zu bringen“.

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