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06.06.2011

07:30 Uhr

Kritik an Emissionshandel

Airlines sagen "basta" zu Europa

Der Weltluftfahrtverband IATA übt harte Kritik am Emissionshandel der EU, Lufthansa-Chef Franz fordert eine globale Lösung. Die Airlines erwarten Milliardenlasten und senken die Jahresprognose für die Branche drastisch.

SingapurScharfe Kritik an der Europäischen Union vom Weltluftfahrtverband IATA: Der Alleingang in Sachen Emissionshandel, in den die Luftfahrtindustrie ab 1. Januar nächsten Jahres einbezogen werden soll, sei eine Schande, sagte der scheidende Generaldirektor des Luftfahrtverbandes IATA, Giovanni Bisignani.

„Nehmt den Klimawandel ernst, aber seid auch ehrlich und entwickelt eine globale Lösung dafür“, sagte Bisignani am Montag zum Auftakt der Jahrestagung des Verbandes. „Wir müssen basta zu Europa sagen“, sagte der Italiener - zu deutsch: „Es reicht!“.

Die EU hat beschlossen, einseitig ab kommenden Januar Klimaschutzauflagen für Fluggesellschaften durchsetzen. Die Kohlendioxid-Emissionen der Luftfahrt werden dann gedeckelt und die Fluggesellschaften - auch ausländische - müssen Verschmutzungszertifikate kaufen. Allein die Lufthansa rechnet pro Jahr mit Kosten zwischen 150 und 350 Millionen Euro.

Achtung Flugzeug: Am Emissionshandel gibt es scharfe Kritik. Quelle: dpa

Achtung Flugzeug: Am Emissionshandel gibt es scharfe Kritik.

Die europäische Airlines sehen darin eine Wettbewerbsverzerrung, sagte Lufthansa-Chef Christoph Franz. China habe etwa Vergeltungsmaßnahmen angekündigt - das könne europäische Airlines durch Strafzahlungen aber auch in Form von Einschränkungen der Start- und Lande oder Überflugrechte treffen. „Der Klimawandel ist ein globales Problem und das braucht globale Lösungen“, sagte Franz.

Außerdem hat die IATA die Gewinnprognose für das laufende Jahr drastisch nach unten korrigiert. Statt der noch im März erwartete 8,6 Milliarden Dollar rechnet der Verband jetzt nur noch mit vier Milliarden Dollar Gewinn. Das sagte IATA-Generaldirektor Giovanni Bisignani am Montag zum Auftakt der Jahrestagung des Verbandes in Singapur. Der Grund: das Erdbeben und der Tsunami in Japan, die politischen Unruhen im Nahen Osten und in Nordafrika und die hohen Ölpreise.

Das vergangene Jahr war dagegen noch erfolgreicher als bislang gedacht: Der Gewinn lag mit 18 Milliarden Dollar zwei Milliarden höher als bislang geschätzt. In der IATA sind 230 Fluggesellschaften organisiert, die nach Angaben des Verbandes zusammen 93 Prozent des globalen Flugverkehrs abwickeln. An der zweitägigen Tagung nehmen rund 700 Vertreter der Fluggesellschaften teil.

Von

dpa

Kommentare (2)

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Account gelöscht!

06.06.2011, 08:57 Uhr

Total absurtes Problem,
der Klimawandel wird nicht durch CO2 verursacht,
CO2 ist ein schleichgas und hat in der Atmosphere nichts zusuchen.
Dafür emissionssteuer zu verklangen ist unfug, das Problem kommt wird wieder auf das Volk übertragen, denn sie müssen dafür blechen!!

MikeM

06.06.2011, 10:36 Uhr

Auch die Völker Europas haben längst "basta" zu Europa gesagt, nur ist das bei der Politik noch nicht ganz angekommen!

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