Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

22.08.2013

16:20 Uhr

Küchenausrüster

WMF peilt achtes Rekordjahr in Folge an

Das Auslandsgeschäft schrumpft, das Geschäft in Deutschland brummt. WMF will die schon sieben Jahre währende Wachstumsphase fortschreiben – obwohl das Unternehmen in diesem Jahr einen Umsatzrückgang verkraften muss.

Kaffeelöffel, aufgenommen in der Produktion der WMF AG im Werk Geislingen . Der Küchengerätehersteller WMF startet schwach ins neue Jahr. dpa

Kaffeelöffel, aufgenommen in der Produktion der WMF AG im Werk Geislingen . Der Küchengerätehersteller WMF startet schwach ins neue Jahr.

StuttgartWMF will trotz des Verkaufs seiner verlustreichen Elektrogeräte-Tochter Princess die schon sieben Jahre währende Rekordjagd fortsetzen. Bereinigt um den zu Ende Mai erfolgten Verkauf werde der Umsatz im laufenden Jahr fünf Prozent über dem Vorjahreswert von gut einer Milliarde Euro liegen, stellte der Küchen- und Gastronomieausrüster am Donnerstag in seinem Halbjahresbericht in Aussicht. Die operative Umsatzrendite werde sich „in etwa auf dem hohen Vorjahresniveau“ von sieben Prozent bewegen, sofern Princess außer Betracht bleibe.

Durch die Veräußerung der Elektrogeräte-Marke Princess wird WMF 2013 voraussichtlich einen Umsatzausfall von 40 Millionen Euro verbuchen. Der Konzern entledigt sich aber dadurch einer Tochter, die lange Zeit Verluste erwirtschaftete und auch die Erträge im ersten Geschäftshalbjahr belastete. Der Gewinn vor Steuern und Zinsen schrumpfte in den Monaten Januar bis Juni um rund 40 Prozent auf 17,7 Millionen Euro, die operative Gewinnmarge verringerte sich binnen Jahresfrist auf 3,8 von 6,4 Prozent. Auch Wechselkurseffekte drückten auf das Ergebnis.

Die Rezession in Europa und die weltweit schwache Konjunktur hätten sich „wachstumshemmend“ in den Büchern niedergeschlagen, notierte der Vorstand im jüngsten Zwischenbericht. Der Umsatz legte in den ersten sechs Monaten dieses Jahres nur leicht um ein Prozent auf 467,4 Millionen Euro zu, ohne Berücksichtigung der Princess-Erlöse summierte sich der Zuwachs auf zwei Prozent. Während das Auslandsgeschäft schrumpfte, brummten die Geschäfte in Deutschland und kletterten um acht Prozent auf 247,7 Millionen Euro.

Das 160 Jahre alte schwäbische Unternehmen gehört seit vergangenen Herbst mehrheitlich dem Finanzinvestor KKR, der zum Monatsbeginn den früheren Beiersdorf-Manager Peter Feld an der Spitze des dreiköpfigen Vorstands installierte.

Von

rtr

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×