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31.07.2011

23:12 Uhr

Küchenhersteller Alno

Sanierung mit namhaftem Neuzugang auf der Chefetage

Alno war einmal Marktführer für Küchenmöbel. Doch seit Jahren schreibt das börsennotierte Unternehmen rote Zahlen. Ein Experte der Konkurrenz soll es richten und das operative Geschäft leiten. Allerdings nicht sofort.

Das Hauptgebäude des Küchenherstellers ALNO AG in Pfullendorf. Quelle: dpa

Das Hauptgebäude des Küchenherstellers ALNO AG in Pfullendorf.

PfullendorfDer angeschlagene Küchenbauer Alno holt sich prominente Verstärkung und will sein Sanierungskonzept mit einer Personalrochade unterstützen. Der langjährige Geschäftsführer des Luxusküchenbauers Poggenpohl, Elmar Duffner, wechsele spätestens zum Februar 2012 zur Alno AG und werde Leiter des operativen Geschäfts, teilte das Unternehmen am späten Sonntagabend in Pfullendorf (Kreis Sigmaringen) mit.

Mit der Hauptversammlung 2013 solle Duffner die Nachfolge des aktuellen Vorstandsvorsitzenden Max Müller übernehmen, der dann seinerseits in den Aufsichtsrat wechsele. Duffner werde zunächst vor allem die Expansion Alnos auf neue Märkte vorantreiben - diese Managementaufgabe hatte er auch schon bei Poggenpohl gehabt.

„Herr Duffner ist die ideale Besetzung innerhalb unseres Vorstandteams. Er kennt die Küchenbranche wie kein anderer und besitzt die internationale Vertriebserfahrung, die Alno nun zur Stärkung der Marke und des wichtigen Auslandsgeschäfts braucht“, sagte Müller laut der Mitteilung.

Und Duffner wird zitiert mit den Worten: „Mein Ziel ist es, dass wir gemeinsam mit der Belegschaft und dem Vorstand die Alno AG wieder zum Marktführer in Deutschland machen. Insbesondere im Auslandsgeschäft sehe ich riesiges Potenzial.“

Der einstige Marktführer für Küchenmöbel hatte seit dem Börsengang 1995 nur drei Jahre mit einem knappen Gewinn abgeschlossen und kämpft meist mit roten Zahlen. Zuletzt hatte es in Alnos Führungsetage eine wahre Schlammschlacht gegeben.

Dem früheren Vorstandschef Jörg Deisel wurde auf der Hauptversammlung Mitte Juli die Entlastung verweigert. Kritiker bemängeln allerdings auch, dass sein Nachfolger Max Müller bisher kein überzeugendes Sanierungskonzept vorgelegt habe.

Von

dpa

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