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19.06.2013

10:36 Uhr

Kühler Frühling

H&M macht weniger Gewinn

Der Gewinn der schwedischen Modekette Hennes & Mauritz (H&M) geht im zweiten Quartal um 13 Prozent zurück. Grund dafür ist vor allem das schlechte Wetter. Große Teile der Frühjahrskollektion verkauften sich schlecht.

Arbeiter an einer H&M-Filiale. Die Gewinne der Modekette gingen im zweiten Quartal zurück. dpa

Arbeiter an einer H&M-Filiale. Die Gewinne der Modekette gingen im zweiten Quartal zurück.

StockholmDie schwedische Modekette Hennes & Mauritz (H&M) ist in wichtigen Märkten wegen des kühlen Wetters auf großen Teilen der Frühjahrskollektion sitzen geblieben und hat deswegen weniger verdient. Im zweiten Quartal von März bis Mai sank der Vorsteuergewinn um 13 Prozent auf umgerechnet 710 Millionen Euro, erklärte die weltweite Nummer Zwei nach der Zara-Mutter Inditex aus Spanien am Mittwoch. Analysten hatten im Schnitt mit 731 Millionen Euro gerechnet. Auch Währungseffekte und Kosten für langfristige Investitionen belasteten das Ergebnis.

Die Lager seien weiterhin voller als geplant, teilte H&M mit. Die Situation bleibe daher in vielen großen Märkten eine Herausforderung. Es habe bereits Rabattaktionen gegeben, um die Ware an den Kunden zu bringen. Dies belastete wiederum die Gewinnmarge: Sie sank im Quartal auf 61,1 Prozent von 61,7 Prozent. Allerdings lief der Juni mit Blick auf den Umsatz vielversprechend an. Der Umsatz kletterte vom 1. bis 17. Juni um 14 Prozent, wie H&M mitteilte. Für das abgelaufene Quartal hatten die Schweden die Erlöse bereits auf 3,6 Milliarden Euro beziffert, quasi unverändert zum Vorjahreszeitraum.

Die größten Textileinzelhändler Europas

Der Bekleidungsmarkt in Europa

Auch wenn es viele bekannte Modeketten gibt – ihr jeweiliger Marktanteil ist recht gering. Das hängt nur teilweise mit dem Online-Handel zusammen. Vor allem vertreiben auch Discounter wie Aldi oder Lidl viel Bekleidung. Die Daten beziehen sich auf das Jahr 2012.

H&M

4,71 Prozent Marktanteil in Europa

Inditex (Zara u.a.)

3,93 Prozent

C&A

2,21 Prozent Marktanteil

Marks&Spencer

1,68 Prozent

Next

1,53 Prozent

Primark

1,36 Prozent

Arcadia

1,2 Prozent

Esprit

0,85 Prozent

TK Maxx

0,8 Prozent

Kik

0,65 Prozent

Quelle

Mintel (über statista.de)

Modefirmen bekommen in besonderem Maße die Folgen der Schuldenkrise zu spüren - und zwar steigende Arbeitslosigkeit und Kaufzurückhaltung. Allerdings schlägt sich die Zara-Mutter besser in der Krise, vor allem weil sie stärker auf Wachstumsmärkte in Asien ausgerichtet ist. Auch H&M expandiert dort und setzt insgesamt auf neue Marken und will so noch mehr Kunden anlocken. Die jüngst gestartete Kette „& Other Stories“ ist nach Firmenangaben „fantastisch“ angelaufen. Die Investitionen zeigten bereits Früchte. Im Quartal eröffneten Filialen in London, Paris und Mailand. Im Herbst will H&M seine Marke COS zudem in die Schweiz und die Türkei bringen.

H&M-Aktien reagierten mit Kursaufschlägen von rund zwei Prozent.

Von

rtr

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