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28.05.2014

16:58 Uhr

Kündigung wegen Hygienemängeln

Franchise-Nehmer will Entschädigung von Burger King

Auch vor der Wallraff-Reportage hatte Burger King mit Hygienemängeln zu kämpfen. Der Betreiber eines Restaurants, der deswegen gekündigt wurde, will von der Fastfood-Kette nun mehr als 100.000 Euro erstreiten.

Burger King hatte den Vertrag mit dem Franchise-Nehmer gekündigt und dies mit fortgesetzten Verstößen gegen Regeln und Verhaltensstandards des Unternehmens begründet. dpa

Burger King hatte den Vertrag mit dem Franchise-Nehmer gekündigt und dies mit fortgesetzten Verstößen gegen Regeln und Verhaltensstandards des Unternehmens begründet.

MünchenEin unter anderem wegen hygienischer Mängel fristlos gekündigter Betreiber eines Burger-King-Restaurants will vor dem Oberlandesgericht (OLG) München knapp 117.000 Euro Schadenersatz erstreiten. Die Fastfood-Kette hatte den 2003 geschlossenen Vertrag mit dem Franchise-Nehmer aus Schleswig-Holstein ausgesetzt und dies mit wiederholten Verstößen gegen Regeln und Verhaltensstandards des Unternehmens begründet. Dagegen zog die Franchise-Firma vor Gericht, in erster Instanz hatte die Klage aber keinen Erfolg. Das OLG regte am Mittwoch einen Vergleich an.

Vor kurzem hatte die RTL-Sendung „Team Wallraff - Reporter Undercover“ über Hygieneverstöße und schlechte Arbeitsbedingungen bei einem Burger-King-Lizenznehmer berichtet. Burger King hatte daraufhin Tüv-Kontrollen in ihren rund 700 deutschen Filialen angekündigt.

Der Fall des klagenden Franchise-Nehmers aus Norddeutschland steht damit nicht im Zusammenhang. Hier waren bei drei Qualitätskontrollen 2011 und 2012 zahlreiche Mängel in der Hygiene und im Service in dem Restaurant in Elmshorn beanstandet worden. Allein im Bereich Lebensmittelsicherheit habe es sieben ernste Pflichtverletzungen gegeben, hieß es beim ersten Prozess vor dem Münchner Landgericht.

Die wertvollsten Fast-Food-Marken

Methodik

Einmal jährlich berechnet das US-Marktforschungsinstitut Millward Brown den Markenwert der wertvollsten Fast-Food-Ketten der Welt. Handelsblatt Online zeigt, welche Marken besonders gut abschneiden. (Stand: Mai 2013)

Platz 10

Taco Bell - Markenwert: 1,99 Milliarden Dollar

Die berühmte Burrito-Kette verkauft ihre mexikanischen Spezialitäten vor allem in den USA. Zwei Millionen Kunden und 5800 Filialen machen die Möchtegern-Mexikaner zu dem Umsatztreibern des Fast-Food-Riesens Yum!-Brands.

Platz 9

Burger King - Markenwert: 2,44 Milliarden Dollar

Was die Größe betrifft sind die Erfinder des Whoppers der größte McDonalds-Konkurrent. Beim Markenwert spielt die Burgerkette trotz 12.700 Filialen in 73 Ländern weltweit aber in einer anderen Liga.

Platz 8

Panera - Markenwert: 3,03 Milliarden Dollar

Die Backshop-Kette ist neu in den Top 10. Dort gibt es Brötchen, aber auch kleine Speisen wie Suppen. Die Kette hat mehr als 1700 Filialen in den USA und Kanada.

Platz 7

Tim Hortons - Markenwert: 3,38 Milliarden Dollar

Durch rasantes Wachstum hat die kanadische Kette in ihrem Heimatland sogar McDonald's überholt. In den 3300 Filialen werden besonders Kaffee und Donuts verkauft.

Platz 6

Chipotle - Markenwert: 4,97 Milliarden Dollar

Burritos und Tacos sind die Klassiker bei der US-Kette, die mexikanisches Essen serviert. Das Unternehmen wurde vor 20 Jahren gegründet und gehörte zwischendurch ein paar Jahre zu McDonald's.

Platz 5

Pizza Hut - Markenwert: 6,01 Milliarden Dollar

Die 12.000 Filialen der weltgrößten Pizzakette gehören ebenfalls zum Yum!-Imperium. Statt mit der klassischen italienischen Pizza feiert die Kette vor allem mit Pan-Pizzen Erfolge, die in der Pfanne serviert werden.

Platz 4

Kentucky Fried Chicken (KFC) - Markenwert: 9,95 Milliarden Dollar

Noch heute lächelt KFC-Gründer Colonel Harland Sanders von jedem Eimer mit Hähnchenflügeln, der über die Ladentheke geht. Die Kette, die ebenfalls zu Yum! gehört, steht seit mehreren Jahren in der Kritik von Tierschützern.

Platz 3

Subway - Markenwert: 16,69 Milliarden Dollar

Während Subway in den USA als beliebter Franchisepartner gilt, gingen der Sandwich-Kette in Deutschland reihenweise die Franchisenehmer von der Stange. Im Markenwert werden die US-Brötchengeber aber nur von zwei Konzernen geschlagen.

Platz 2

Starbucks - Markenwert: 17,89 Milliarden Dollar

Die Zeit des rasanten Wachstums ist vorbei. Die US-Kaffeekette wächst, aber die Wirtschaftskrise hinterlässt ihre Spuren in der Bilanz. Im Markenwert ist trotzdem keine Kaffeekette besser – und Starbucks hat im Vorjahresvergleich stark zugelegt.

Platz 1

McDonald's - Markenwert: 90,26 Milliarden Dollar

Das goldene M, Heimat von Big Mac und Chicken McNuggets, ist beim Markenwert einsam an der Spitze. Mit 34.000 Filialen in 118 Ländern gibt es kaum einen Winkel der Welt, in dem der Fast-Food-Riese nicht aktiv ist.

Der Restaurantbetreiber zog weiter vor das Oberlandesgericht. Die Beanstandungen seien teilweise unbegründet gewesen, teilweise seien die Mängel umgehend beseitigt worden, argumentierte er. Letztlich wolle Burger King Franchisenehmer los werden, sagte Kläger-Anwalt Michael Falter. In der Verhandlung verwies er auf das „Amortisierungsargument“: Sein Mandant habe in das Restaurant investiert mit der Gewissheit einer 20-jährigen Vertragsdauer.

Wenn sich die Prozessgegner innerhalb der kommenden drei Wochen nicht einigen, entscheidet der OLG-Senat für Handelssachen am 6. August.

Von

dpa

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