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13.05.2012

16:11 Uhr

Kundendaten

Streit zwischen Swatch und UBS eskaliert

VonHolger Alich

Im Rechtsstreit zwischen der UBS und dem Uhrenhersteller Swatch gibt es eine Wende: Weil die Bankengruppe Kundendaten von Swatch an eine externe Firma weitergegeben haben soll, hat Swatch nun Anzeige erstattet.

Swatch-Werbebanner in New York. ap

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ZürichDer seit längerem schwelende Streit zwischen dem Schweizer Uhrenkonzern Swatch-Group und der Bank UBS um den Vorwurf der Falschberatung eskaliert. Nach einem Bericht des „Tages-Azeigers“ vom Wochenende hat Swatch die Bank UBS wegen Verletzung des Bank-Geheimnisses angezeigt, wie eine Swatch-Sprecherin dem Blatt bestätigte. UBS verweigerte dazu jeglichen Kommentar.

Hintergrund des Streits ist eine Fondsanlage, die UBS der Swatch-Group verkauft hatte. Dabei ging es um eine so genannte Absolut-Return-Anlage, also ein Konstrukt, das unabhängig von der Marktlage eine Rendite abwerfen sollte. Doch in der Finanzkrise machte Swatch mit dem Investment Verluste. Den Gesamtverlust bezifferte Swatch mit 30 Millionen Franken (24 Millionen Euro). Nachdem UBS laut Swatch-Chef Nick Hayek auf Vergleichsangebote nicht eingegangen war, reichte Swatch im vergangenen Frühjahr Klage wegen Falschberatung ein.

Bisher sind alle Versuche, den Streit außergerichtlich beizulegen, gescheitert. Nun legt der Uhrenkonzern offenbar mit der Strafanzeige nach. Laut dem Zeitungsbericht wirft Swatch der Großbank vor, ohne das Einverständnis des Uhrenkonzerns Kundendaten von Swatch an Dritte weitergegeben zu haben. Demnach habe die Bank bei einem externen Gutachter eine Expertise in Auftrag gegeben, um den schwelenden Rechtsstreit zu bewerten. Im Zuge dessen habe die Bank dem externen Experten Kundendaten von Swatch weitergereicht.

Kommentare (1)

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Radixli

13.05.2012, 19:45 Uhr

Endlich einmal ein mutiger Entscheid. Viel Erfolg der Swatch Group!

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