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25.07.2015

14:17 Uhr

Kundenschwund im Fernverkehr

Bahn kämpft mit Sommerangeboten gegen Fernbusse

Die Bahn attackiert die billigeren Fernbusse und dreht an den Preisen. Junge Leute können besonders profitieren. Für alle anderen wird die Bahncard in einer Kurzzeitvariante angeboten. Doch die Karte hat einen Haken.

Am 1. August führt das Unternehmen Bahncards mit dreimonatiger Gültigkeitsdauer ein. AFP

Deutsche Bahn im Preiskampf

Am 1. August führt das Unternehmen Bahncards mit dreimonatiger Gültigkeitsdauer ein.

Berlin Fernbus-Boom, weniger Kunden im Fernverkehr - die Bahn reagiert und dreht an Preisen und Rabatten: Mit einer Sommer-Angebotsaktion bei der Bahncard will der Konzern neue Kunden gewinnen und alte behalten. „Bahnfahren soll günstiger werden. Wir wollen für noch mehr Menschen ein preiswertes und bequemes Mobilitätsangebot machen“, sagte Berthold Huber, der Chef der Bahntochter DB Fernverkehr.

Huber steht vor einem Karrieresprung. Er soll künftig im Konzernvorstand den gesamten Schienenverkehr verantworten: Regional- und Fernverkehr für Personen und dazu den Güterverkehr. So steht es auf Wunsch von Bahnchef Rüdiger Grube in der Beschlussvorlage für die wichtigen Sitzung des Aufsichtsrats an diesem Montag. Dort soll es um einen Umbau des Konzerns gehen.

Einen „Teil des Versprechens einlösen“ wolle die Bahn damit, „das wir mit unserer neuen Fernverkehrsstrategie gegeben haben“, sagte Huber mit Blick auf die neuen Bahncard-Angebote. Dazu gehört außer „Sparpreisen“ für eine begrenzte Zahl von Fahrscheinen auch die Anbindung von mehr kleineren Städten an das Intercity-Netz in den nächsten Jahren und der Ersatz alter Züge durch neue.

Nun wird erst einmal an Preisen und Rabatten gedreht. Ende Juli werden nochmals 250.000 Tickets für 19 Euro auf den Markt geworfen. Am 1. August führt das Unternehmen dann Bahncards 25, 50 und 100 mit dreimonatiger Gültigkeitsdauer ein. Sie heißen Probe-Bahncard und sollen der Köder für die reguläre Rabattkarte mit einem Jahr Laufzeit sein, die schon rund fünf Millionen Deutsche besitzen.

Mit Bahncards können Kunden Fahrscheine 25 oder 50 Prozent günstiger kaufen. Die Bahncard 100 erlaubt die Fahrt in allen Zügen bundesweit. Drei Monate Bahncard 25 für die 2. Klasse kosten nun 19 Euro, für die entsprechende Bahncard 50 sind 79 Euro zu zahlen.

Vor allem auf die Fernbus-Konkurrenz zielt ein weiteres Angebot: Für eine begrenzte Zeit, im August und September, lockt die Bahn Jugendliche und Erwachsene bis zum Alter von 26 Jahren mit einer einjährigen Bahncard-50-Variante für 69 Euro statt regulär 255 Euro. Ab dem zweiten Jahr sind 127 Euro fällig.

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