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02.07.2015

11:39 Uhr

La Martina vor dem Neustart

Polo gegen den Platzhirsch

VonGeorg Weishaupt

La Martina wagt den Neustart: Nachdem die Polo-Marke den eigenen Erfolg überreizt hatte, setzen die Argentinier nun auf Understatement. Der Deutschland-Chef plant trotzdem wieder den Angriff auf Ralph Lauren und Co.

La Martina sponsert in diesem Sommer die German Polo Tour. PR

Polosport-Marke

La Martina sponsert in diesem Sommer die German Polo Tour.

DüsseldorfKeine beeindruckende Glasfassade, keine großflächige Werbung und noch nicht mal ein repräsentatives Firmenschild. Der Showroom der Marke La Martina liegt versteckt in Düsseldorf-Oberkassel in einer alten Villa. Das Haus an der Rheinpromenade ist aber nicht nur Showroom für Poloshirts, Jacken und Hosen der argentinischen Modemarke. Es ist auch die Deutschland-Zentrale, die mit Bastian Ammelounx den Neustart versucht.

„Wir sind mittendrin, die Marke zu relaunchen“, sagt der Deutschlandchef in seinem kleinen, aber feinen Büro mit Blick auf die Düsseldorfer Altstadt. Der 34-Jährige, der bereits für Ralph Lauren und den Textilhändler Peek & Cloppenburg arbeitete, will aus der Polosport-Marke einen Komplett-Anbieter „für Premium-Lifestyle-Mode“ machen.

Da hat er sich viel vorgenommen. Denn La Martina hatte vor Jahren mal einen großen Erfolg vor allem mit seinen Shirts, auf denen zwei Polospieler ihre Schläger kreuzen. Der kurze Hype führte dazu, dass das damalige Management den Vertrieb massiv ausbaute – zu massiv. La Martina „gab es überall, wo Licht brannte“, beschreibt es Ammelounx heute.

Das will der Deutschland-Chef, der im Dezember von Ralph Lauren aus Mailand kam, beim Neustart besser machen. „Wir wollen unseren eigenen Einzelhandel in Deutschland ausbauen“, sagt er dem Handelsblatt. „Wir sind dazu in Gesprächen mit Franchise-Partnern.“ Bislang gibt es in Deutschland nur einen Shop auf Sylt.

Aber Ammelounx setzt nicht nur auf Mono-Marken-Läden, sondern will auch den Verkauf über Multistores ausbauen. „Ich will dazu einige Großhändler zurückgewinnen“, kündigt er an. In Deutschland habe er „15 Wunschkandidaten“. In der Vergangenheit hat das Unternehmen Absprachen mit dem Handel manchmal nicht eingehalten, wie Ammelounx einräumt. Er verspricht nun „mehr Verlässlichkeit, bei der Kollektion und als Geschäftspartner“.

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