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08.10.2015

14:48 Uhr

Lambertz

Der Printenkönig setzt auf Sex und Dolce Vita

VonGeorg Weishaupt

Topmodel Franziska Knuppe wirbt im neuen erotischen Kalender des Printenkönigs Hermann Bühlbecker für dessen Süßwaren. Das Weihnachtsgeschäft ist bei seiner Lambertz-Gruppe unterdessen schon gut angelaufen.

Der Aachener Printenkönig hat 180.000 Paletten Süßwaren für das Weihnachtsgeschäft produziert. dpa

Hermann Bühlbecker

Der Aachener Printenkönig hat 180.000 Paletten Süßwaren für das Weihnachtsgeschäft produziert.

DüsseldorfDie Szene ist weltberühmt: Anita Ekberg steigt im tief dekolletierten Abendkleid nachts in den Trevi-Brunnen in Rom. Die Szene mit der schwedischen Schauspielerin, dem Model und Sexsymbol, stammt aus dem Film „La Dolce Vita“ von Frederico Fellini. Der Kinohit von 1960 und das wilde Leben von Stars und Starlets zu dieser Zeit in Rom ist die Vorlage für den neuesten Kalender des Printenherstellers Lambertz aus Aachen.

Topmodel Franziska Knuppe und der italienische Leinwand-Star Ornella Muti und andere Models räkeln sich für den Aachener Lebkuchen- König Hermann Bühlbecker. Sie führen, leicht bekleidet, Männer an ihren Krawatten vor, knabbern Gebäck mit entblößter Brust oder amüsieren sich im Trevi-Brunnen. „Ornella und Franziska spiegeln den Glamour, aber auch die Frivolität der damaligen Zeit perfekt wider“, sagt Bühlbecker, Alleininhaber der Lambertz-Gruppe, zu seinen Kalenderstars.

Bühlbecker wirbt mit dem Kalender, der an den berühmten Pirelli-Kalender erinnert, schon zum 13. Mal für sein Süßwarenreich. Das Fotowerk mit einer Auflage von 1.000 Stück, das er im November in Berlin groß vorstellen will, verschenkt er vor Weihnachten an Freunde und Geschäftspartner. Dazu gehören auch Ex-US-Präsident Bill Clinton oder Fürst Albert von Monaco. Zu den Kosten für das erotische Werk schweigt Bühlbecker.

Auch zum Geschäftsergebnis seines Familienunternehmens nennt er keine Zahlen. „Ich kann nur so viel sagen, dass wir seit 1976 in keinem Jahr einen Verlust gemacht haben“, sagt der Alleininhaber und Chef der Aachener Unternehmensgruppe bei einer Pressekonferenz in Düsseldorf. „Und wir haben eine Eigenkapitalquote von mehr als 70 Prozent“, fügt er hinzu.

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