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15.05.2012

16:00 Uhr

Landerechte in Deutschland

Ramsauer bremst Emirates-Expansion

VonDaniel Delhaes

ExklusivPeter Ramsauer spielt offenbar der Lufthansa in die Karten. Der Bundesverkehrsminister will Emirates keine weiteren Landerecht geben. Für die arabische Fluggesellschaft wäre das ein Rückschlag auf dem deutschen Markt.

Emirates soll keine zusätzlichen Landerechte in Deutschland bekommen. dpa

Emirates soll keine zusätzlichen Landerechte in Deutschland bekommen.

BerlinDie arabische Fluggesellschaft Emirates kann nicht darauf hoffen, weitere Landerechte in Deutschland zu erhalten. Das geht aus vertraulichen Korrespondenzen des Bundesverkehrsministerium und dem Emirates-Cheflobbyisten Andrew Parker hervor, die dem Handelsblatt (Mittwochsausgabe) vorliegen. „Derzeit gibt es zwischen den beiden Staaten keine Verhandlungen“, bestätigte ein Ministeriumssprecher.

Vergangene Woche hatte Parker behauptet, Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer (CSU) wolle das Anliegen der Emirates prüfen. Dies sieht vor, dass die arabische Fluggesellschaft künftig neben den Flughäfen Frankfurt, München, Düsseldorf und Hamburg auch Berlin und Stuttgart anfliegt – zusätzlich zu den bestehenden Flügen nach Deutschland. „Es war immer unser Verständnis, dass die Flugfrequenzen für Berlin und Stuttgart zusätzlich zu den 63 bestehenden gelten sollten“, schreibt Parker.

Dies aber lehnt das Ministerium ab. Es hatte angeboten, dass die Fluggesellschaften aus den Vereinigten Arabischen Emiraten - neben den Emirates noch der Groß-Aktionär von Air Berlin, Etihad, und Qatar - zusammen weiterhin maximal 84 mal pro Woche in Deutschland landen dürfen - dann aber an beliebig vielen Flughäfen und nicht mehr begrenzt auf vier Standorte. Dies sei „sehr fair und verantwortungsvoll“, wie es in einer Antwort des zuständigen Abteilungsleiters, Gerold Reichle, heißt. Diesen Kompromiss allerdings lehnt die Emirates ab.

Der Druck, weitere Verbindungen zu bekommen, stört vor allem die Lufthansa. Sie fürchtet, dass Dubai zum neuen Drehkreuz für Asien-, Australien- und Afrika-Flüge wird und so Frankfurt geschwächt wird.

„Der deutsche Markt ist für Fluggesellschaften aus den Vereinigten Arabischen Emiraten fast vollständig geöffnet“, sagte der Sprecher des Ministeriums. „Den weiteren Liberalisierungswünschen aus der Golfregion können wir deshalb nicht den roten Teppich auslegen.“

Kommentare (4)

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MartinH

15.05.2012, 18:43 Uhr

Was sind das den für komische Regeln und Rückschlüsse?
Das wäre fast so, als wenn wir nur eine bestimmte Anzahl von LKWs (Ausländischen Unternehmen)über unsere Straße fahren lassen würden.
Fluglinen sind Dienstleister die Waren von A nach B bringen. Ich wusste garnicht das Fluglinen neuerdings bestimmen wo Waren produziert bzw. gebraucht werden.
Die Lufthansa bzw. Fluglinen die so eine Verdrehte Argumentation haben wollen nur keine Verluste machen. Es lebe die freie Marktwirtschaft lol

Account gelöscht!

15.05.2012, 19:28 Uhr

Gut so. Denn wir in Deutschland haben aus gutem Grund keine FREIE Marktwirtschaft als Wirtschafsordnung gewählt, sondern eine SOZIALE Marktwirtschaft.

Der Staat übernimmt darin mit Wächterfunktion die Aufgabe, einen gewissen Schutz für die Akteure/Firmen/Menschen unseres Wirtschaftsraumes zu verantworten - was er im übrigen bei der Solarindustrie verschlafen hat.

Aber hier nun hat der Verkehrsminister gut aufgepasst. Danke.

Account gelöscht!

17.05.2012, 08:10 Uhr

Hat dieser Ramsauer schon mal daran gedacht:
Was waere wenn...Emirates die Fertigstellung des 380er von Hamburg in ein anderes Land auslagern wuerde....
Steht der alte Kranich dann grade fuer die vielen Arbeitslosen und schafft neue Arbeitsplaetze?

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