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12.06.2013

10:06 Uhr

Langer Winter

Gewinn von Zara-Mutter Inditex steigt langsamer

Die weltgrößte Bekleidungskette Inditex hat den niedrigsten Gewinnanstieg seit vier Jahren zu verzeichnen. Schuld daran sei vor allem der lange Winter. Auch die Konkurrenz H&M spürt den ausbleibenden Sommer.

Kleidung von Zara. Der Konzern Inditex hat auch Marken wie Bershka und Massimo Dutti im Programm. Reuters

Kleidung von Zara. Der Konzern Inditex hat auch Marken wie Bershka und Massimo Dutti im Programm.

Madrid/StockholmDer ungewöhnlich lange Winter in Europa hat der weltgrößten Bekleidungskette Inditex zum Jahresauftakt das niedrigste Gewinnplus seit vier Jahren beschert. Zudem seien negative Währungseffekte Grund für einen Anstieg um lediglich 1,2 Prozent gewesen, teilte die Zara-Mutter am Mittwoch mit. Der Überschuss lag mit 438 Millionen Euro aber im Rahmen der Analysten-Erwartungen. Auch der Umsatz, der um 5,2 Prozent auf 3,6 Milliarden Euro im ersten Quartal stieg, entsprach den Prognosen. Inditex hat Marken wie Zara, Bershka sowie Massimo Dutti im Programm und setzte zuletzt vor allem auf Schwellenländer.

In den ersten sechs Wochen des zweiten Quartals seien die Umsätze in lokaler Währung um acht Prozent gestiegen, teilte der Branchenprimus weiter mit. Ohne den Zuwachs durch neueröffnete Geschäfte bedeute dies wohl konstante Umsätze, sagte Societe Generale-Analystin Anne Critchlow. „Das ist nicht die Belebung, auf die der Markt gewartet hat.“ Inditex-Papiere gaben zum Börsenauftakt 1,9 Prozent nach.

Die größten Textileinzelhändler Europas

Der Bekleidungsmarkt in Europa

Auch wenn es viele bekannte Modeketten gibt – ihr jeweiliger Marktanteil ist recht gering. Das hängt nur teilweise mit dem Online-Handel zusammen. Vor allem vertreiben auch Discounter wie Aldi oder Lidl viel Bekleidung. Die Daten beziehen sich auf das Jahr 2012.

H&M

4,71 Prozent Marktanteil in Europa

Inditex (Zara u.a.)

3,93 Prozent

C&A

2,21 Prozent Marktanteil

Marks&Spencer

1,68 Prozent

Next

1,53 Prozent

Primark

1,36 Prozent

Arcadia

1,2 Prozent

Esprit

0,85 Prozent

TK Maxx

0,8 Prozent

Kik

0,65 Prozent

Quelle

Mintel (über statista.de)

Auch bei der Konkurrenz hatten Kunden angesichts des kalten Wetters noch nicht viel Lust auf leichte Sommerkleidung. Die Nummer zwei am Markt, die schwedische Modekette H&M, vermeldete am Mittwoch für Mai unveränderte Umsätze seiner seit mehr als einem Jahr existierenden Filialen und blieb damit hinter den Erwartungen zurück. Der Gesamtumsatz – einschließlich neu eröffneter Geschäfte – stieg im Mai um neun Prozent. H&M legt seinen Quartalsbericht kommende Woche vor.

Von

rtr

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