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28.01.2007

16:57 Uhr

Le Crobag

Snack mit Gleisanschluss

VonMatthias Hohensee
Quelle:WirtschaftsWoche Online

Egal, an welchen deutschen Bahnhof man heute kommt: Le Crobag ist meistens schon da. Mit Croissants und Kaffee hat Le Crobag die deutschen Bahnhofshallen erobert. Nun will das Unternehmen in die Innenstädte vorstoßen.

Le Crobag im Düsseldorfer Hauptbahnhof. Foto: Le Crobag

Le Crobag im Düsseldorfer Hauptbahnhof. Foto: Le Crobag

Wäre Christian Knoop-Troullier an diesem Februartag 1980 nicht am Bahnhof Metz gewesen, blieben wohl bis heute viele deutsche Bahnhöfe eine Croissant-freie Zone. Der Hamburger Kaufmannssohn war eigentlich ins Elsaß gereist, um Croissants nach Deutschland zu importieren.

Doch dann sah er dieses gekachelte Büdchen in der Bahnhofshalle: vollgestopft mit Blechen voller knuspriger Blätterteigteilchen. Knoop-Troullier fragte sich, ob die wohl alle verkauft werden würden. Als er nach einer Stunde von einem Treffen mit einem französischen Großbäcker zurückkam, waren die Bleche fast leer geputzt. Knoop-Troullier ließ seine Pläne vom Croissant-Großhandel fallen. Ein Jahr später eröffnete er seinen ersten eigenen Backstand im Hamburger Hauptbahnhof - von da an begann Le Crobag die deutschen Bahnhöfe zu erobern.

Egal, an welchen deutschen Bahnhof man heute kommt: Le Crobag ist meistens schon da. Fast 120 Filialen in 33 Städten hat das Hamburger Unternehmen, beschäftigt knapp 900 Mitarbeiter und steigerte den Umsatz in den vergangenen Jahren jeweils um mehr als zehn Prozent. 2006 lagen die Erlöse bei rund 60 Millionen Euro, in diesem Jahr sollen sie auf 63 Millionen Euro klettern. Mehr Snack-Konkurrenz und weniger Neueröffnungen haben das Wachstum etwas gebremst.

Vor knapp einem Jahr öffnete am Wiener Südbahnhof die erste Auslandsfiliale. Nun will das Hamburger Unternehmen auch außerhalb Deutschlands wachsen - und auch außerhalb der Bahnhöfe. Mit einem neuen Konzept und zwölf neuen Shops in diesem Jahr bricht das Unternehmen dabei auch in die Domäne von Coffeeshopketten wie Starbucks ein.

Begonnen hat das Unternehmen vor gut 25 Jahren als ein Verkauf aus der Holzkiste unter dem Namen Le Croissant. Damals gab es nur ein Buttercroissant zum Preis von einer Mark und ein gefülltes Hörnchen mit Schokolade für 40 Pfennig mehr. Heute umfasst das Angebot rund 70 Produkte - vom Kuchen über belegte Baguettes bis zu Kaffeespezialitäten. Seit 1996 konnte Le Crobag den Umsatz mehr als verdoppeln und rangiert nun auf Rang 25 der Top-100-Gastronomie-Unternehmen.

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