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21.01.2010

09:03 Uhr

Lebensmittelhändler

Ahold verkauft mehr und steigert Umsatz

Der niederländische Lebensmittelkonzern Ahold hat seine Umsätze im vierten Quartal stärker als von Analysten erwartet gesteigert. Das Unternehmen meldete am Donnerstag einen Anstieg seiner Verkäufe um 3,4 Prozent auf 6,8 Mrd. Euro.

Zu Ahold gehörender Supermarkt Albert Heijn in Utrecht. Reuters

Zu Ahold gehörender Supermarkt Albert Heijn in Utrecht.

HB LONDON. Mit Werbekampagnen zur Weihnachtszeit hat der niederländische Lebensmitteleinzelhändler Ahold Kunden in seine Supermärkte gelockt und seine Verkäufe angekurbelt. Die Umsätze seien im vierten Quartal um 3,4 Prozent gestiegen, obwohl die Verbraucher wegen der Wirtschaftskrise verstärkt nach preiswerteren Produkten Ausschau gehalten hätten, teilte das Unternehmen am Donnerstag mit.

Anleger zeigten sich mit den überraschend guten Zahlen zufrieden: die Aktien von Ahold, der 60 Prozent seines Geschäfts in den USA macht, legten um 0,8 Prozent zu.

Die Kaufzurückhaltung der Verbraucher und fallende Lebensmittelpreise haben den europäischen Einzelhändlern ein durchwachsenes Weihnachtsgeschäft beschert. Aholds direkter Konkurrent Delhaize aus Belgien verzeichnete im Schlussquartal 2009 einen Umsatzrückgang um 10,1 Prozent. Auch Delhaize macht sein Hauptgeschäft in den USA. Die französische Carrefour und die deutsche Metro bekamen die Sparsamkeit der Kunden ebenfalls zu spüren. Dagegen legten britische Ketten wie Tesco unerwartet zu. Der viertgrößte Lebensmittelhändler des Landes, Morrison, konnte seine Verkäufe mit 6,5 Prozent im Weihnachtsquartal sogar deutlicher steigern als die größeren Konkurrenten im Königreich.

Ahold blieb in den letzten drei Monaten des Jahres mit 6,8 Mrd. Euro zwar unter seinem Umsatzwachstum von 4,3 Prozent im Vorquartal zurück. Analysten hatten im Schnitt allerdings nur einen Umsatz von 6,67 Mrd. Euro erwartet. Die Verkäufe hätten auf allen Märkten zugelegt, teilte der Konzern mit. Die Werbemaßnahmen würden fortgesetzt. Der Umsatz konnte auch deshalb gesteigert werden, weil es im Vergleich zum Vorjahreszeitraum eine zusätzliche Handelswoche gab. Bereinigt um diese Extra-Tage stiegen die Verkäufe um 2,1 Prozent. Der Konzern, dem mit Albert Heijn die größte Supermarktkette der Niederlande gehört, profitiert zudem weiterhin von einer Modernisierung seiner Läden vor Ausbruch der Krise.

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