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26.01.2014

18:28 Uhr

Lebensmittelhändler

Rewe will 1,6 Milliarden Euro investieren

VonKirsten Ludowig

ExklusivDie Rewe-Gruppe will in diesem Jahr 1,6 Milliarden Euro in die Expansion und Modernisierung der Ladennetze stecken – so viel wie noch nie. In möglichst vielen Märkten soll ein neues Erlebnis-Angebot geschaffen werden.

Die Rewe-Gruppe will 2014 Investitionen in Milliardenhöhe tätigen. dapd

Die Rewe-Gruppe will 2014 Investitionen in Milliardenhöhe tätigen.

DüsseldorfDie Kölner Rewe-Gruppe, Deutschlands zweitgrößter Lebensmittelhändler, will in diesem Jahr so viel investieren wie noch nie. „Insgesamt planen wir 1,6 Milliarden Euro für die Expansion und Modernisierung unserer Ladennetze im In- und Ausland. Eventuelle Akquisitionen würden on top kommen“, sagt Rewe-Chef Alain Caparros im Interview mit dem Handelsblatt (Montagsausgabe).

„Das geht, weil wir 2013 unsere Umsatzziele erreicht haben.“ Im vergangenen Jahr  hat Rewe rund 1,5 Milliarden Euro investiert, davon die Hälfte in Deutschland.

Der Rewe-Konzern im Überblick

Supermärkte (Inland)

Dazu zählen die Ketten Rewe und toom.

Umsatz 2012: 15,9 Milliarden Euro (plus fünf Prozent gg. 2011)

Supermärkte (Ausland)

Dazu zählt etwa die Kette Billa.

Umsatz 2012: 9 Milliarden Euro (plus zwei Prozent gg. 2011)

Discountmärkte (Inland)

Dazu zählt die Kette Penny.

Umsatz 2012: 6,8 Milliarden Euro (plus 1,7 Prozent gg. 2011)

Discountmärkte (Ausland)

Dazu zählt die Kette Penny.

Umsatz 2012: 3,9 Milliarden Euro (plus 6,2 Prozent gg. 2011)

Touristik

Dazu zählt etwa der Reiseveranstalter ITS.

Umsatz 2012: 4,6 Milliarden Euro (plus 1,8 Prozent gg. 2011)

Sonstige Märkte

Dazu zählen die Toom-Baumärkte und ProMarkt-Elektromärkte.

Umsatz 2012: 2,4 Milliarden Euro (minus drei Prozent gg. 2011)

Um sich von der Konkurrenz abzuheben, will Caparros in möglichst vielen Rewe-Märkten ein Erlebnis-Angebot schaffen – ein Bistro, ein Café oder eine Sushi-Bar. „Wenn wir nicht aufpassen, wird der Supermarkt überflüssig“, warnt der Rewe-Chef. „Schließlich werden wir gleich von zwei Seiten attackiert: von den Onlinehändlern und den Discountern.“

Kommentare (3)

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Account gelöscht!

27.01.2014, 09:34 Uhr

Der Erfolg von Lidl, Aldi und Co. beruht nicht auf "Erlebniswelten", sondern auf einem gestrafften Sortiment mit überlegenem Preisleistungsverhältnis.

Der von Rewe angestrebte Erlebnisgewinn wird nicht zu mehr Marktanteil führen, sondern nur die Kosten treiben.

Account gelöscht!

27.01.2014, 09:35 Uhr

Also für mich ist und bleibt der Einkauf der Lebensmittel des täglichen Bedarfs ein Vorgang, der recht schnell an den Wochenenden früh zu erledigen ist und auch wird. Die Milliarden sollten diese "Event-Manager" besser ihren Angestellten zukommen lassen, die im Gegenzug immer weiter gerupft werden. ...ich glaube es ja wohl nicht...

Onlinehaendler

27.01.2014, 11:45 Uhr

Onlinehändler sind für Supermärkte keine Bedrohung. REWE merkt doch selbst, dass Online keine kostendeckender Vertrieb von Lebensmitteln möglich ist. Ein Online-Supermarkt hat mind 18% mehr KOSTEN als ein Supermarkt. Diese sind nur durch höhere Preise herein zu holen. Die Mehrwertstrategien sind teuer und u.U. verlustbringend. Weniger PANKIK wäre angebracht.

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