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14.04.2013

12:58 Uhr

Lebensmittelhändler

Rewe will sein Online-Geschäft massiv ausbauen

„Uns fehlt als stationär geprägter Händler die DNA für das E-Commerce-Geschäft“: Rewe-Chef Alain Caparros erklärt im Interview, wie er trotzdem im Internethandel aufholen will und wie das Jahr bisher für den Konzern lief.

Die Entwicklung des Online-Geschäfts zu lange unterschätzt: Der Vorstandsvorsitzende der Rewe Group, Alain Caparros, will den Internethandel weiter ausbauen. dpa

Die Entwicklung des Online-Geschäfts zu lange unterschätzt: Der Vorstandsvorsitzende der Rewe Group, Alain Caparros, will den Internethandel weiter ausbauen.

DüsseldorfDer Handelskonzern Rewe will sein Online-Geschäft ausbauen. Das Unternehmen habe die Entwicklung zu lange unterschätzt, sagte Rewe-Chef Alain Caparros der Wirtschaftswoche. „Vielleicht auch, weil uns als stationär geprägten Händlern die DNA für das E-Commerce-Geschäft fehlt.“ Dies solle sich nun ändern. „Wir wollen innerhalb der kommenden Monate eine Art Inkubator für Startup-Unternehmen aufbauen und werden uns dabei auch an jungen Online-Firmen beteiligen.“

Zusätzlich will der Einzelhändler den bereits bestehenden Online-Lieferservice für Lebensmittel ausbauen - so soll der Bestelldienst von Frühsommer an etwa auch in München angeboten werden. Bisher können Kunden die Dienstleistung nur in den Städten Hamburg, Berlin, Köln, Düsseldorf und Frankfurt in Anspruch nehmen. „In den Ballungszentren spüren wir inzwischen eine zunehmende Bereitschaft der Menschen, via Internet Lebensmittel zu bestellen“, sagte Caparros.

Der Rewe-Konzern im Überblick

Supermärkte (Inland)

Dazu zählen die Ketten Rewe und toom.

Umsatz 2012: 15,9 Milliarden Euro (plus fünf Prozent gg. 2011)

Supermärkte (Ausland)

Dazu zählt etwa die Kette Billa.

Umsatz 2012: 9 Milliarden Euro (plus zwei Prozent gg. 2011)

Discountmärkte (Inland)

Dazu zählt die Kette Penny.

Umsatz 2012: 6,8 Milliarden Euro (plus 1,7 Prozent gg. 2011)

Discountmärkte (Ausland)

Dazu zählt die Kette Penny.

Umsatz 2012: 3,9 Milliarden Euro (plus 6,2 Prozent gg. 2011)

Touristik

Dazu zählt etwa der Reiseveranstalter ITS.

Umsatz 2012: 4,6 Milliarden Euro (plus 1,8 Prozent gg. 2011)

Sonstige Märkte

Dazu zählen die Toom-Baumärkte und ProMarkt-Elektromärkte.

Umsatz 2012: 2,4 Milliarden Euro (minus drei Prozent gg. 2011)

In den Rewe-Supermärkten und bei Discounter Penny in Deutschland ist das Unternehmen mit einem Umsatzplus ins Jahr 2013 gestartet. „In den ersten Monaten lagen wir in Deutschland sowohl mit unserer Discount-Sparte Penny als auch im Vollsortiment - also vor allem den Rewe-Supermärkten - bei einem Umsatzplus von rund fünf Prozent“, sagte Caparros. „Das war mehr, als wir selbst geplant hatten.“ Positiv entwickelt habe sich aber auch das Auslandsgeschäft.

Insgesamt rechnet der Rewe-Chef für 2013 mit „sehr vernünftigen Ergebnissen“. Trotz steigender Rohstoffkosten geht Caparros von stabilen Lebensmittelpreisen aus. Der Wettbewerb lasse kaum Spielraum für Preiserhöhungen, sagte er.

Kommentare (3)

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feedooweb

14.04.2013, 16:20 Uhr

@Santos
ob ich jetzt per EC-Karte an der Kasse bezahle oder an der Haustüre macht welchen Unterschied?
Und das Geschäftsmodell ist ja erstmal gar nicht für Discounter ausgelegt, da da nur der Preis zählt und nicht der Service!

Viel interessanter wird dennoch der Preiswettbewerb werden, wenn alle größeren Supermärkte ihr Sortiment auch online haben (zwar kann man heute schon die Angebote/Preise im stationären EZH vergleichen, siehe http://www.preisente.de , aber richtig aktiv wird der Wettbewerb ja erst, wenn man nach dem Vergleich direkt auch bestellen kann!
Vorbild ist da sicherlich die UK, wo es kaum noch einen Unterschied macht ob ich im Laden einkaufe, im Internet bestelle und es dann abhole oder bringen lasse.

bernd

14.04.2013, 17:25 Uhr

REWE soll mal ne vernünftige App bringen. Es gibt fast keine besch*ssenere App als die aktuelle "REWE MeinkausBox" für iOS und Android.

Logo2013

16.04.2013, 11:06 Uhr

Lebensmittel werden ja auch immer "mehr" im Internet gehandelt. Neben Service und Qualität beachten aber im Grunde alle bisher einen Aspekt nicht: Die alter werdenen Menschen. Was benötigen Menschen im reiferen Alter neben den Service , Preis und Qualität? Eine Möglichkeit, sich auch wie im Supermarkt über die Produkte zu informieren. Daa geht am besten , indem man die Produkte wie im Markt in die "Hand" nimmt. http://scanmotion.de/3dproduktbilder/3d-produktfotos-mit-textlupe/ zeigt eine sehr gute Möglichkeit. Auch kleine Texte sind lesbar. Gut für ältere Menschen und eben auch solche, die sich informieren wollen. Der Shopbetreiber spart sich die lässtige Tipparbeit. Und der Kunde hat noch ein "Shoppingerlebnis".

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