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11.05.2015

15:25 Uhr

Lebensmittelhandel

Edeka baut führende Position aus

Edeka kann seine Führungsposition auf dem deutschen Lebensmittelhandel weiter ausbauen: Der Edeka-Verbund erreicht insgesamt ein Wachstum von zwei Prozent, auch die Discounter-Tochter Netto legte zu.

Die Unternehmen setzten insgesamt 47,2 Milliarden Euro um. dpa

Einzelhandelskette Edeka

Die Unternehmen setzten insgesamt 47,2 Milliarden Euro um.

HamburgDer genossenschaftliche Edeka-Verbund hat seine führende Position im Handel mit Lebensmitteln ausgebaut. Während die Branche in Deutschland insgesamt stagnierte, erreichte Edeka ein Wachstum von zwei Prozent, wie das Unternehmen am Montag in Hamburg mitteilte. Die Edeka-Unternehmen setzten insgesamt 47,2 Milliarden Euro um. Den entscheidenden Anteil an dem Umsatzplus hatten die Märkte der 4000 selbstständigen Kaufleute unter dem Edeka-Dach, die ihre Erlöse um 3,6 Prozent auf 23,4 Milliarden Euro steigerten.

Zum Stand der Dinge bei der geplanten Übernahme des Konkurrenten Kaiser's Tengelmann machte der Vorstandsvorsitzende der Edeka-Zentrale, Markus Mosa, keine genaueren Angaben.

„Unsere Unternehmer sind einmal mehr unser wichtigster Wachstumsmotor“, sagte Mosa. Die Umsatzsteigerungen seien besonders bemerkenswert, weil die Preise für Lebensmittel im vergangenen Jahr leicht rückläufig waren. „Dahinter steht also eine größere Menge, wir haben mehr Ware verkauft“, sagte Mosa. Die Rendite der selbstständigen Kaufleute liege stabil bei rund vier Prozent. Zu dem Erfolg der Gruppe trage auch bei, dass die Edeka-Eigenmarken und Regionalmarken wie Gut&Günstig, Edeka oder Unsere Heimat sich weitaus besser entwickelten als andere Lebensmittel-Marken.

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Die Handelsmarken will Edeka weiter ausbauen, zunächst mit einem neuen Sortiment von veganen Bioprodukten. Der Trend zu vegetarischer und veganer Ernährung sei unverkennbar und lasse sich auch im Kaufverhalten der Edeka-Kunden wiederfinden. Edeka werde auch die Investitionen in eigene Produktionsbetriebe hoch halten, um die Abhängigkeit von den Beschaffungsmärkten und der Ernährungsindustrie zu verringern, wo es möglich ist.

Der genossenschaftliche Konzern besitzt eigene Fleisch- und Backbetriebe, eine Weinkellerei und einen Fruchtsaft-Hersteller.

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