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08.02.2012

16:16 Uhr

Leih-Stewardessen

Betriebsrat reicht Klage gegen Lufthansa ein

Die Lufthansa will von ihrem Plan, Leiharbeiter als Stewards und Stewardessen zu beschäftigen, nicht abrücken. Der Betriebsrat sieht seine Mitbestimmungsrechte und gültige Tarifverträge verletzt und reichte Klage ein.

Verdi könnte gegen den Einsatz von Leiharbeitern klagen. dapd

Verdi könnte gegen den Einsatz von Leiharbeitern klagen.

FrankfurtDer geplante Einsatz von Leih-Stewardessen in Lufthansa-Jets wird gerichtlich überprüft. Die Personalvertretung der Fluggesellschaft sieht ihre Mitbestimmungsrechte verletzt und hat daher eine Unterlassungsklage beim Arbeitsgericht Frankfurt eingereicht. Eine erste Anhörung sei für den 15. Februar angesetzt, berichtete am Mittwoch der Lufthansa-Betriebsrat Alexander Behrens, der gleichzeitig Sprecher der Kabinengewerkschaft UFO ist. Die Gewerkschaft werde ebenfalls in den kommenden Tagen Klage einreichen, kündigte er an.

Die Lufthansa will mit Eröffnung des neuen Hauptstadtflughafens ihr Angebot aus Berlin deutlich ausweiten und setzt dabei auf günstigere Kostenstrukturen. Dazu ist nach gescheiterten Verhandlungen mit UFO der Einsatz von externen Stewards und Stewardessen zu geringeren Gehältern geplant. Laut Behrens läuft bereits die Rekrutierung für die Zeitarbeitsfirma „Aviation Power“.

Die Mitarbeiter in Lufthansa-Jets müssten aber vom Lufthansa-Betriebsrat vertreten werden. Man sehe zahlreiche Verstöße gegen die Mitbestimmung, aber auch gegen gültige Tarifverträge.

Die Gewerkschaft Verdi, die ebenfalls Lufthanseaten vertritt, hat noch nicht über eine eigene Klage gegen Lufthansa wegen des geplanten Leiharbeiter-Einsatzes entschieden. Es stehe noch ein rechtliches Gutachten aus, erklärte ein Sprecherin auf Anfrage in Berlin.

Von

dpa

Kommentare (1)

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Nachwuchs

08.02.2012, 19:21 Uhr

Keine Arbeitsplätze schaffen, dafür aber Sklaven einstellen. Wann wird dies endlich verboten und die verantwortlichen Po9litiker zur Rechenschaft gezogen? Wieder sollen Steuergelder für die Aufstocker herhalten, damit die Manager mehr Boni erhalten können. Wer sich weigert, seine Mitarbeiter menschlich zu entlohnen muss ins Gefängnis unter Einbeziehung sämtlicher Vermögenswerte. Steuersünder sollen jetzt ja auch endlich ins Gefägnis.

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