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17.06.2011

10:23 Uhr

Liberty Global

Kartellamt prüft Verkauf von Kabel BW

Das Kartellamt will nun doch die Übernahme von Kabel BW durch Liberty Global prüfen. Laut der vorläufigen Prüfung der EU-Kommission könnte der Milliarden-Deal den Wettbewerb erheblich beeinträchtigen.

Liberty Global will mit Kabel BW seine Stellung als zweitgrößter Netzbetreiber ausbauen. Quelle: dpa

Liberty Global will mit Kabel BW seine Stellung als zweitgrößter Netzbetreiber ausbauen.

FrankfurtNach monatelangem Ringen mit der EU-Kommission übernimmt das Bundeskartellamt nun doch die Prüfung der Übernahme von Kabel BW durch den US-Kabelriesen Liberty Global. Die Kommission habe einem Antrag des Kartellamts stattgegeben und der deutschen Wettbewerbsbehörde die Prüfung des Milliarden-Deals übertragen, teilte die Brüsseler Behörde am Freitag mit. Nach einer vorläufigen Untersuchung sei die Kommission zu dem Ergebnis gekommen, dass der Zusammenschluss zu einer erheblichen Beeinträchtigung des Wettbewerbs auf dem Markt für Free-TV-Dienstleistungen für Wohnungsbaugesellschaften führen könnte.

Die Chancen von Liberty Global, dass die 3,2 Milliarden Euro schwere Übernahme von Deutschlands drittgrößtem Kabelbetreiber durchgeht, dürften damit nach Einschätzung von Experten sinken. Das Kartellamt steht Zusammenschlüssen in der Kabelbranche traditionell skeptisch gegenüber. Einen früheren Versuch des Branchenprimus Kabel Deutschland, seine Konkurrenten zu schlucken, blockierten die Wettbewerbshüter.

Liberty hatte sich vor drei Monaten den Zuschlag für die baden-württembergische Kabel BW gesichert und will damit seine Position als zweitgrößter Kabelnetzbetreiber in Deutschland ausbauen. Zusammen mit seiner in Nordrhein-Westfalen aktiven Tochter Unitymedia würde Liberty dann rund sieben Millionen Haushalte mit Kabelfernsehen versorgen.

 

Von

rtr

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