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07.04.2016

13:56 Uhr

Lidl-Schwester Kaufland

Iglo und Mars boykottieren Supermarktkette

VonMario Brück

Der Tiefkühlkosthersteller Iglo und der Lebensmittelkonzern Mars haben die Zusammenarbeit mit der Handelskette Kaufland beendet. Händler und Hersteller wurden sich bei den Preisen nicht einig.

Käpt'n Iglo, die beliebte Werbefigur des Tiefkühlkostherstellers, wirbt für Fischstäbchen. Diese finden Kunden von nun an nicht mehr im Sortiment von Kaufland. PR

Iglo

Käpt'n Iglo, die beliebte Werbefigur des Tiefkühlkostherstellers, wirbt für Fischstäbchen. Diese finden Kunden von nun an nicht mehr im Sortiment von Kaufland.

DüsseldorfDer Tiefkühlkosthersteller Iglo und der Lebensmittelkonzern Mars haben die Zusammenarbeit mit der Handelskette Kaufland beendet. Nach wochenlangen Verhandlungen konnten sich Hersteller und Händler dem Vernehmen nach nicht über Preise einigen. Eine Kaufland-Sprecherin bestätigte der Wirtschaftswoche, dass sowohl Iglo als auch Mars die Belieferung von Kaufland eingestellt haben.

Kaufland ist wie Discounter Lidl eine Tochter der Schwarz-Gruppe und setzt mit 650 Filialen in Deutschland und ebenso vielen Läden in sieben Auslandsmärkten rund 20 Milliarden Euro um.

Bei Iglo, das seit Mitte 2015 dem börsennotierten Finanzinvestor Nomad Food mit Sitz auf den britischen Jungferninseln gehört, ist das gesamte Fisch-, Gemüse und Fertiggerichte-Sortiment betroffen.

Zusammen mit Dr. Oetker und Landliebe zählt Iglo zu den beliebtesten Lebensmittelmarken der deutschen Verbraucher. Die deutsche Tochtergesellschaft des US-Lebensmittelriesen Mars (Miracoli, Uncle Ben's ) liefert keine Süßwaren wie Mars, Bounty, Twix, Milky Way, Balisto oder M&M's mehr an Kaufland.

Hersteller und Händler kämpfen zwar schon seit jeher um Konditionen und Preise. Doch seit Aldi vor Monaten damit begonnen hat, Marken wie Pampers, Nivea, Ariel, Funny-Frisch-Chips oder Krombacher ins Sortiment zu nehmen, ist der Ton zwischen Markenartiklern und Handel deutlich rauer geworden.

Billigangebote bei Aldi zwingen Wettbewerber wie Edeka, Rewe oder eben Kaufland oft, ihre Verkaufspreise ebenfalls zu senken. Preiserhöhungen seitens der Hersteller akzeptiert der Handel daher kaum noch, heißt es in der Branche, auch wenn diese, etwa wegen gestiegener Rohstoffpreise, berechtigt sein mögen. Derzeit zeige sich Kaufland als besonders unnachgiebig.

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