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08.03.2016

15:43 Uhr

Lindt & Sprüngli

Lust auf Schokokugeln versüßt ein schwieriges Jahr

Der Schokoladen-Hersteller Lindt & Sprüngli steigert seinen Gewinn. Die Vorzeichen waren alles andere als rosig, doch der Appetit auf Schokokugeln und Goldhasen sorgt für überraschend gute Zahlen.

Für das laufende Jahr erwartet der Schokolade-Hersteller ein Umsatzwachstum aus eigener Kraft zwischen sechs und acht Prozent. Reuters

Lindt & Sprüngli

Für das laufende Jahr erwartet der Schokolade-Hersteller ein Umsatzwachstum aus eigener Kraft zwischen sechs und acht Prozent.

ZürichDer Appetit auf hochwertige Schokolade in wichtigen europäischen Märkten und den USA haben Lindt & Sprüngli über ein schwieriges Jahr hinweg geholfen. Vor allem in Deutschland erfreuten sich die Lindor-Kugeln und Goldhasen des Schweizer Edelschokolade-Herstellers anhaltender Beliebtheit. Im vorigen Jahr steigerte der Konzern seinen Gewinn nach Angaben vom Dienstag um gut elf Prozent auf 381 Millionen Franken und schnitt damit etwas besser als erwartet ab.

Dabei waren die Vorzeichen für viele Schokohersteller alles andere als rosig: Terroranschläge und die kriselnde Konjunktur dämpften die Ausgabefreudigkeit der Konsumenten. Zudem verdarb der heiße Sommer der genussfreudigen Kundschaft vielerorts den Schokoladenhunger.

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Für das laufende Jahr erwartet Lindt & Sprüngli ein Umsatzwachstum aus eigener Kraft zwischen sechs und acht Prozent und eine Steigerung der operativen Rendite zwischen 0,2 und 0,4 Prozent. „In Nordamerika und Europa gibt es Anzeichen, dass die Konsumentenstimmung sich verbessert“, sagte Firmenchef Ernst Tanner auf der Bilanzpressekonferenz. Angesichts der sinkenden Arbeitslosigkeit und tiefer Spritpreise könnten die Menschen wieder mehr Geld für Süßigkeiten ausgeben.

Die Entwicklung in Nordamerika ist für das Unternehmen aus Kilchberg am Zürichsee wichtig, weil Lindt & Sprüngli dort mit der Übernahme des Konkurrenten Russell Stover zur Nummer drei am Markt aufgestiegen ist. Im vergangenen Jahr verbuchte der Edelschokolade-Hersteller ein organisches Umsatzplus von 7,1 Prozent. Die operative Rendite (Ebit) stieg auf 14,2 von 14 Prozent.

Die beliebtesten Schokolademarken Deutschlands

Platz 10

Sarotti

Die Schokomarke mit dem Mohr hat ihre Wurzeln in Berlin, doch kommt heute aus dem Hause Stollwerck und wird in Köln produziert.

Umfrage: Ifak Institut, Ipsos, GfK Media and Communication Research.

Platz 9

Toblerone

Die dreieckige Schokolade aus der Schweiz ist auch hierzulande ein Verkaufshit. Die Schokomarke gehört dem Lebensmittelmulti Mondelēz, der auch Milka produziert.

Platz 8

Trumpf/Schogetten

In Aachen begann die Erfolgsgeschichte der vorportionierten Tafeln. Mittlerweile gehört die Schokoladenmarke zur Krüger-Gruppe und wird auch in den großen Discountern vertrieben.

Platz 7

Kinderschokolade

„Mit der Extra-Portion Milch“ wirbt der Hersteller Ferrero für seine süßen Tafeln. Dabei bleibt die Hauptzutat natürlich Zucker.

Platz 6

Alpia

Auch die rosa Schokomarke kommt aus dem Hause Stollwerck und soll vor allem preisbewusste Kunden ansprechen.

Platz 5

Merci

Das schokoladige Dankeschön in Form kleiner Schokoriegel aus dem Hause Storck ist in Deutschland weiterhin gefragt. Inzwischen wird es in 70 Ländern weltweit vertrieben.

Platz 4

Yogurette

„Jung, Schwung, Stimmung“. Die Schokoriegel mit Erdbeer-Joghurt-Geschmack haben mittlerweile viele saisonabhängige Ableger.

Platz 3

Lindt

Der internationale Schokokonzern aus der Schweiz genießt auch in Deutschland einen guten Ruf - von Schokohasen bis Pralines.

Platz 2

Ritter Sport

Zuletzt machte der Mittelständler aus Waldenbuch durch einen Streit mit der Stiftung Warentest von sich reden. Der Beliebtheit tut das keinen Abbruch.

Platz 1

Milka

Der lila Riese dominiert die deutsche Schokobranche. Mittlerweile wird die Marke auch auf etlichen anderen Produkten vermarktet.

Besonders hohe Zuwächse verspricht sich Tanner 2016 vor allem in der zweiten Jahreshälfte. Denn im laufenden ersten Halbjahr könnte die vergleichsweise kurze Verkaufsperiode für Osterschokolade durch das frühe Osterfest das Geschäft bremsen. Saisonware wie der golden verpackte Osterhase mit der roten Schlaufe zählen neben den Schokoladekugeln und klassischen Tafeln zu den wichtigsten Produkten der Schweizer. An der Börse gaben die Partizipationsscheine und die Namensaktien leicht nach.

Von

rtr

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