Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

24.01.2005

13:55 Uhr

„Lösung noch im Januar notwendig“

Walter Bau läuft die Zeit davon

Das Eis wird für Walter Bau immer dünner, bislang wird noch ohne Ergebnis um die Zukunft des existenzbedrohten Konzerns verhandelt. „Eine Lösung muss noch im Januar gefunden werden“, hieß es am Montag in Gläubigerkreisen.

Das Logo der Firma Walter Bau vor dem Hauptsitz des Unternehmens in Augsburg. Foto: dpa

Das Logo der Firma Walter Bau vor dem Hauptsitz des Unternehmens in Augsburg. Foto: dpa

HB AUGSBURG/FRANKFURT. Am Bau würden die Rechnungen am Ende des Monats gezahlt, auch die Gehälter müssten überwiesen werden, hieß es am Montag. Die 27 Banken und Kreditversicherer des Unternehmens haben sich trotz Fortschritten aber noch nicht auf ein Sanierungskonzept geeinigt. Vor allem ABN Amro hat dem Vernehmen nach noch Bedenken.

Nach den intensiven Verhandlungen der vergangenen Tage, in die sich auch Bundeswirtschaftsminister Wolfgang Clement (SPD) eingeschaltet hatte, unterstützen die Bankgesellschaft Berlin und der Kreditversicherer Cofas grundsätzlich das Sanierungspaket. Allerdings habe die Bankgesellschaft harte Bedingungen gestellt, hieß es in Gläubigerkreisen. So drängten die Berliner zum Beispiel darauf, dass sich Gründer Ignaz Walter über eine Kapitalerhöhung finanziell an der Sanierung beteiligt.

Dem Sanierungskonzept des Walter-Bau-Vorstands müssen alle 27 Mitglieder des Konsortiums zustimmen. Der Rettungsplan sieht neben dem Verkauf der profitablen Bautechnik-Tochter DSI auch die Streichung von nochmals 400 Arbeitsplätzen und eine deutliche Reduzierung des Inlandsgeschäfts vor.

Die Lage gilt derzeit auch bei den Gläubigerbanken als unübersichtlich. So hätten einige Finanzierer zwar Zustimmung zum Sanierungskonzept signalisiert, ihren Meinungswechsel aber noch nicht offiziell bei der Deutschen Bank vermeldet, die die Stimmen sammelt. Zudem müsse noch genau geprüft werden, wer welche Bedingungen stellt. „Derzeit laufen viele bilaterale Gespräche.“

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×