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25.04.2013

15:09 Uhr

Logistikbranche

Online-Handel hilft UPS auf die Sprünge

UPS überrascht seine Aktionäre: Trotz der gescheiterten Übernahme von Konkurrent TNT Express steigert der Paketdienst seinen Gewinn deutlich. Das liegt nicht zuletzt am weltweit florierenden Online-Handel.

Ein UPS-Bote in seinem Lieferwagen: Der Paketdienst konnte im ersten Quartal Umsatz und Gewinn steigern. dapd

Ein UPS-Bote in seinem Lieferwagen: Der Paketdienst konnte im ersten Quartal Umsatz und Gewinn steigern.

New York/DüsseldorfDer weltgrößte Paketdienst UPS hat das Scheitern seiner Übernahmepläne für den Konkurrenten TNT Express gut verkraftet. Trotz weiter bestehender Unsicherheiten hinsichtlich der konjunkturellen Entwicklung bestätige UPS den Ausblick für das Gesamtjahr, betonte der Finanzchef des Deutsche-Post -Konkurrenten, Kurt Kuehn, am Donnerstag.

Der E-Commerce habe UPS einen Schub gegeben, teilte der US-Konzern mit. Vor allem in seinem Heimatmarkt konnte UPS zulegen, hier transportierte der Konzern im Tagesschnitt rund 4,4 Prozent mehr Pakete als noch vor Jahresfrist. Der Umsatz legte im ersten Quartal insgesamt um gut zwei Prozent zu auf 13,43 Milliarden Dollar. Der Nettogewinn kletterte um sieben Prozent auf 1,04 Milliarden Dollar. Vor Sonderposten wies UPS für das Quartal einen Gewinn von 1,04 Dollar je Aktie aus und damit mehr als von Analysten erwartet.

Was Paketlogistik im E-Commerce-Zeitalter leisten muss

Packstation

Ende 2001 wurden in Dortmund und Mainz die ersten Packstationen in Betrieb genommen, heute stehen mehr als 2.500 dieser Automaten in ganz Deutschland den Kunden von DHL zur Verfügung. An sieben Tagen in der Woche rund um die Uhr können sie hier ihre Pakete abholen. Insbesondere für Berufstätige ist die Zustellung an eine Packstation eine sinnvolle Alternative zur Heimzustellung.

Online-Retoure

Für den Betreiber fällt damit die kostenintensive und wenig umweltfreundliche Produktion vieler ungenutzter Retouren-Label weg. Der Käufer muss nicht wie bisher üblich diese Label lange aufbewahren, sondern kann sie bei Bedarf zuhause ausdrucken. Der Shop-Betreiber wiederum hat die Möglichkeit zu wissen, welche Retouren überhaupt zu ihm unterwegs sind – und kann sie bereits für den Wiederverkauf einplanen, wenn sie noch gar nicht wieder bei ihm angekommen sind. Das erhöht die Umlaufgeschwindigkeit der Ware und verringert die Kapitalbindung.

Wunschzustellung

Registrierte DHL-Kunden können bei der Bestellung ihrem Händler ihre DHL-Kundennummer angeben. Sie werden dann von DHL per SMS kostenlos über den voraussichtlichen Zustelltag informiert. Ebenfalls per SMS kann der Kunde antworten und, für einen geringen Preisaufschlag, einen anderen Zustelltag vereinbaren und damit selbst bestimmen, wann er sein Paket empfangen möchte.

Internationale Retouren

Dank dieses vollständig webbasierten Verfahrens können Kunden die Sendungen bei allen Filialen der Postgesellschaften im Zielland zurückgeben. Den Online-Händlern stehen dabei drei unterschiedliche Varianten zur Verfügung, von einer Online-Buchungsmaske mit Link zum Retouren-Label bis zur Vollintegration in den eigenen Webauftritt.

Angebote für Shop-Betreiber

Vom Aufbau eines Web-Shops über die logistische Abwicklung und Lagerhaltung bis hin zum Kunden- und Debitoren-Management reichen die Fulfillment-Lösungen, die DHL für Versandhändler offeriert. Damit kann der Händler sehr flexibel auf die Nachfrage in seinem Shop reagieren und die von seinen Kunden erwartete Servicequalität sichern. Hinzu kommen spezielle Angebote für Powerseller wie der kostenlos herunterladbare DHL Versandhelfer: Mit Portorechner, Ausfüllhilfe, Online-Frankierung, Sendungsverfolgung, Postfinder und Adressbuch.

Zu Jahresbeginn waren die Übernahmepläne des US-Riesen für den Konkurrenten TNT am Widerstand der EU-Kommission gescheitert. UPS hatte unter anderem der Deutschen Post mit TNT in Europa verstärkt Konkurrenz machen wollen. Eine kleine Übernahme will UPS nun aber doch in Europa stemmen: In Ungarn schluckt der US-Riese den Logistiker Cemelog, der vor allem für die Pharma-Branche tätig ist.

Auch die Deutsche Post profitiert vom Online-Handel. Die Verbraucher bestellen immer mehr Waren über das Internet, Konzerne wie UPS oder die Post liefern die Pakete aus.

Von

rtr

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