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26.12.2013

13:11 Uhr

Luftfahrt

Lufthansa-Mitarbeiter melden sich geschlossen krank

Die Lufthansa will in Frankreich deutlich Stellen abbauen und die Gewerkschaft protestiert. Ein „Domino-Effekt“ am Flughafen Roissy Charles de Gaulle zwingt die Fluggesellschaft, dort Flüge abzusagen.

Lufthansa-Flugzeuge: In Paris geht heute für die Fluggesellschaft nichts mehr. dpa

Lufthansa-Flugzeuge: In Paris geht heute für die Fluggesellschaft nichts mehr.

ParisWegen eines nicht angekündigten Streiks sind am Donnerstag vereinzelte Lufthansa-Flüge vom und zum Pariser Flughafen Roissy Charles de Gaulle gestrichen worden. Alle Lufthansa-Mitarbeiter seien „krank“ gemeldet, sagte der Sprecher. Die Gewerkschaften laufen Sturm gegen Pläne der Lufthansa, im Zuge von Sparbemühungen in Frankreich 199 Arbeitsplätze zu streichen, was 75 Prozent der Stellen in dem Land entspricht.

Laut den Gewerkschaften ist es seit der Ankündigung der Stellenstreichungen zu einem Anstieg der Krankheitsfälle bei den Lufthansa-Mitarbeitern gekommen. Am Donnerstagmorgen sei das Lufthansa-Personal am Hauptstadtflughafen wegen krankheitsbedingter Ausfälle "stark" unterbesetzt gewesen, sagte ein Gewerkschaftsvertreter. Zudem habe es keine Lufthansa-Verantwortlichen gegeben, um mit der Situation umzugehen. Es sei daher zu "einer Art Arbeitsniederlegung" gekommen, "ein Domino-Effekt aus persönlichen Initiativen".

Das sind die neuen Flieger der Lufthansa

Spritsparende Modelle

Die Lufthansa hat im Herbst 2013 für 14 Milliarden Euro die neuesten Langstrecken-Jets von Boeing und Airbus bestellt. Die Airline deckt sich mit zweistrahligen Langstrecken-Jets ein, die wesentlich weniger Sprit verbrauchen sollen als derzeitige Modelle. Das ist wichtig, da die Tankrechnung einer der größten Kostenposten der Airline ist. Mit 300 bis gut 400 Sitzen sind die neuen Flieger eine Nummer kleiner als das Lufthansa-Flaggschiff, der Airbus A380.

A350 – Leichtbauweise und neue Triebwerke

Der A350 ist das neueste Kind des europäischen Flugzeugbauers: Erstmals hob der Jet mit zwei Triebwerken im Juni ab. Das vollkommen neu konstruierte Flugzeug besteht zur Hälfte aus Verbundwerkstoffen, die das Gewicht senken. Die Leichtbauweise und neue Triebwerke sollen dafür sorgen, dass der Spritverbrauch im Vergleich zu heutigen Maschinen um ein Viertel sinkt.

A350 – Platz für bis zu 350 Passagiere

Im A350 haben je nach Variante 270 bis 350 Passagiere Platz. Der von der Lufthansa bestellte Typ A350-900 zählt 314 Sitze. Derzeit liegen 707 Bestellungen für den laut Listenpreis bis zu gut 320 Millionen Dollar teuren Prestigeflieger vor. Das erste Exemplar soll 2014 an Qatar Airways ausgeliefert werden.

777X – Lufthansa Erstkunde?

So weit wie Airbus ist Boeing mit seinem Nachfolger des Bestsellers 777 lange nicht. Offiziell ist der Bau der zweistrahligen Maschinen noch nicht beschlossen - der US-Hersteller sammelt derzeit noch Bestellungen ein. Die Lufthansa hat gute Chancen, Erstkunde für die sogenannte 777-9X zu werden. Auch Emirates spielt eine Großorder durch. Die Auslieferung der Jets dürfte erst Ende des Jahrzehnts starten.

777X – 20 Prozent weniger Kerosinverbrauch

Die von der Lufthansa favorisierte Variante zählt 414 Sitze. Nach der Pannenserie beim Dreamliner 787 setzten die Boeing-Ingenieure aber nicht ganz so viel neue Technologie ein. Nicht das ganze Flugzeuge, sondern lediglich die Flügel und die Triebwerke werden neu konstruiert. Damit soll der Kerosinverbrauch um 20 Prozent sinken. Das Flugzeug ist eine Fortentwicklung des Bestsellers 777, der seit den 90er Jahren fliegt.

Zuletzt hatte die Lufthansa wegen eines Streiks am letzten November-Wochenende alle Flüge von und nach Roissy streichen müssen. Die Lufthansa hatte 2012 einen Sparplan angekündigt, der weltweit die Streichung von 3500 Stellen vorsieht. Die Fluggesellschaft will dadurch wieder rentabler werden.

Von

afp

Kommentare (1)

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Account gelöscht!

27.12.2013, 08:22 Uhr

Sind die "Pseudokranken" schon entlassen worden?
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"Alle Lufthansa-Mitarbeiter seien "krank" gemeldet, sagte der Sprecher."
So etwas nennt man "Arbeitsverweigerung", und da ist eine fristlose Kündigung gerechtfertigt.
Plötzlich, und völlig unerwartet, waren alle Mitarbeiter "krank"!
Und auch die Ärzte, welche diese "Krankmeldungen" erteilt haben, sollten zur Rechenschaft gezogen werden. Oder braucht man so etwas bei der LH nicht?

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