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08.07.2014

14:00 Uhr

Luftfahrtindustrie

去中国吧 – Auf geht’s nach China

VonTobias Döring

Für die Autobauer ist China schon lange das Wunderland. Auch die Luftfahrtindustrie verspricht sich viel: Die Wachstumsraten für Airlines und Flugzeugbauer sind oft zweistellig. Der Verteilungskampf hat bereits begonnen.

Stewardessen vor einem A380 in Shanghai: Die Passagierzahlen in China wachsen rasant. Imago

Stewardessen vor einem A380 in Shanghai: Die Passagierzahlen in China wachsen rasant.

DüsseldorfFür die Bilder war auch diesmal wieder die Automobilindustrie zuständig: Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) besichtigte auf ihrer bis Dienstag andauernden China-Reise ein Volkswagen-Werk in der Metropole Chengdu. Mit Vorstandschef Martin Winterkorn und dem Präsidenten des VW-Partners FAW posierte Merkel für Fotos direkt am Fließband. Zwei neue Autowerke will der deutsche Autoriese in der Volksrepublik bauen.

Doch im Schatten der Automobilindustrie machte die Luftfahrtindustrie auf sich aufmerksam – auch ohne symbolträchtige Bilder. Denn nicht nur für die Autobauer schickt sich das Riesenreich an, zum wichtigsten Wachstumsmarkt zu werden. Auch für die Flugzeugbauer und Airlines gewinnt China an Bedeutung.

Das sind die größten Airlines der Welt

Platz 10

Air China ist die zweitgrößte Fluggesellschaft der Volksrepublik – und die einzige zivile Linie, der es erlaubt ist, die chinesische Nationalflagge auf ihren Flugzeugen anzubringen.
Passagiere 2014: 54,58 Millionen

Platz 9

Die Lufthansa ist die größte deutsche Fluggesellschaft und befördert den Großteil ihrer Passagiere auf internationalen Flügen.
Passagiere 2014: 59,85 Millionen

Platz 8

Easyjet aus Großbritannien ist nach Ryanair die zweitgrößte Billigfluggesellschaft der Welt.
Passagiere 2014: 62,31 Millionen

Platz 7

China Eastern Airlines hat seine Basis in Shanghai, fliegt trotz des Namens nicht nur Ziele im Osten des Landes an, sondern ist sowohl in ganz China als auch internationale unterwegs.
Passagiere 2014: 66,17 Millionen

Platz 6

Die irische Billigfluggesellschaft Ryanair liegt im weltweiten Ranking auf Platz 6, in Europa ist aber keine Airline größer als das Unternehmen aus Dublin. Interessant: Ryanair bietet ausschließlich internationale Flüge an.
Passagiere 2014: 86,37 Millionen

Platz 5

American Airlines mit Sitz in Texas ist eine der ältesten Fluglinien der Welt, sie wurde bereits 1930 gegründet.
Passagiere 2014: 87,83 Millionen

Platz 4

Noch ein wenig älter ist United Airlines, ebenfalls aus den USA. Die Unternehmensgeschichte geht bis ins Jahr 1926 zurück.
Passagiere 2014: 90,44 Millionen

Platz 3

China Southern Airlines ist die größte Fluggesellschaft Asiens. Den Großteil ihrer Passagiere befördert die Airline auf Flügen innerhalb Chinas.
Passagiere 2014: 100,68 Millionen

Platz 2

Southwest Airlines aus den USA ist eine Billigfluggesellschaft mit Sitz in Dallas. 1967 gegründet, ist das Unternehmen Pionier des Billigflugsegments. Sie bietet fast ausschließlich Flüge innerhalb der USA an.
Passagiere 2014: 129,09 Millionen

Platz 1

Delta Air Lines gehört zu den drei verbliebenen traditionsreichen Linienfluggesellschaften in den USA. Ganz knapp verweist das Unternehmen die Southwest Airlines auf Rang zwei.
Passagiere 2014: 129,43 Millionen

Quelle: IATA

Um das zu verdeutlichen, reicht eine Zahl: elf Prozent. So viel betrug das Wachstum der Passagierzahlen in China im vergangenen Jahr. Insgesamt zählte die Volksrepublik nach Angaben von CAPA Centre for Aviation und CH-Aviation 753,4 Millionen Fluggäste. Im ersten Halbjahr 2014 ging es im Vergleich zum Vorjahreszeitraum noch einmal um acht Prozent nach oben.

Da überrascht es nicht, dass auch Deutschlands Luftfahrtunternehmen in der Entourage der Kanzlerin mit nach China geflogen sind – und dort wichtige Verträge abgeschlossen haben. So unterzeichnete der neue Lufthansa-Chef Carsten Spohr am Montag eine Vereinbarung mit Air China, bis zum Winterflugplan soll ein Joint-Venture der Fluggesellschaften stehen. Dann wollen die beiden Airlines, die bereits Partner in der Star Alliance sind, ihre Flugplanung gemeinsam vorantreiben. Vertrieb und Marketing sollen auf bestimmten Strecken enger verzahnt werden.

„Alle internationalen Fluggesellschaften versuchen, möglichst viel vom Kuchen abzubekommen“, sagt Gerd Pontius. „Allerdings ist Wachstum in diesem Markt ohne Partner vor Ort kaum möglich“, erläutert der Luftfahrt-Experte vom Beratungsunternehmen Prologis.

Kommentare (1)

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08.07.2014, 15:09 Uhr

Der Ausverkauf der Industrie in Deutschland und damit in Europa geht stetig voran. Die Autobranche ist bereits seit Jahren bei Abwanderung nach Asien und in die Welt beschäftigt. Die Energietechnik verabschiedet sich mit Siemens nach Nordamerika und die Chemiebranche folgt der Energietechnikbranche. Jetzt also die Luftfahrt...irgenetwas läuft in dieser Grün-Sozialistischen Diktatur Deutschland-EU gründlich falsch!
Die Marktgesetze und damit die Marktwirtschaft wird von diesen radikalen Ökosozialistischen Ansichten einer Merkel-Union mit Füssen getreten. Erkennbar an dem EEG und ESM!
Dieser Zwang, dass die EU-Volkswirtschaften am viel zu starken EURO festhalten müssen, beschert immer mehr wirtschaftlichen Schwachen EU-Ländern ein Problem der Unwirtschaftlichkeit/Wettbewerbsunfähigkeit und diese bedeutet auf Dauer Armut und Mangelverwaltung!
Auch die Ethik-Merkel-Energiewende per EEG-Diktatur richtet sich gegen den Markt und damit auf Dauer gegen die Bürger. EEG-Zwangsabgaben sind und bleiben Subventionen, die keiner Wertschöpfung zu Grunde liegen! Damit wird die EU und Deutschland gegen die Grün-Sozialistische Wand gewirtschaftet. Innovation, Frotschritt = NULL mit diesen in Europa grasierenden Öko-Sozialistischen Gedankengut von wirtschaftlichen und technischen Mangel!

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