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10.04.2013

16:26 Uhr

Lufthansa

Beschädigter Airbus über Atlantik geflogen

Ein Zwischenfall für die Bundesstelle für Flugunfalluntersuchungen: Ein beschädigter Airbus der Lufthansa ist über den Atlantik geflogen. Beim Start in Chicago setzte das Heck der Maschine auf, doch niemand reagierte.

Ein Airbus der Lufthansa ist mit beschädigtem Rumpf über den Atlantik von Chicago nach München geflogen. Nun wird der Zwischenfall geprüft. dpa

Ein Airbus der Lufthansa ist mit beschädigtem Rumpf über den Atlantik von Chicago nach München geflogen. Nun wird der Zwischenfall geprüft.

Frankfurt/BraunschweigEin Airbus der Lufthansa ist mit beschädigtem Rumpf über den Atlantik geflogen. Die Maschine vom Typ A 330 hatte offenbar beim Start am 5. März in Chicago mit dem Heck aufgesetzt und war danach wie geplant nach München geflogen. Zu einem Druckabfall in der Kabine des Jets mit 221 Sitzen war es aber nicht gekommen. Der Zwischenfall wird von der Bundesstelle für Flugunfalluntersuchungen (BFU) in Braunschweig als „schwere Störung“ bewertet und gemeinsam mit der Lufthansa untersucht, bestätigte die Behörde am Mittwoch einen Bericht von „stern.de“.

„Die Druckkabine wurde nicht beschädigt“, sagte ein BFU-Sprecher. Der Aluminium-Rumpf des Flugzeuges habe aber deutliche Schleifspuren gezeigt. Die BFU stuft das im Flugjargon „Tail Strike“ genannte Touchieren der Startpiste als „schwere Störung“ ein. Vorfälle dieser Art seien selten und kämen bei deutschen Flugzeugen schätzungsweise zwei bis drei mal im Jahr vor. Ein Zwischenbereicht dazu werde voraussichtlich im Mai veröffentlicht, erläuterte er. "Stern.de" hatte zuerst über den Vorfall berichtetWarum die Besatzung nicht reagierte, soll in der Untersuchung geklärt werden. Laut „stern.de“ hatte der achteinhalbstündige Flug LH 435 in der üblichen Höhe von rund 11 000 Metern stattgefunden, wo erhebliche Druckunterschiede zwischen Kabine und Umgebung herrschen. Ein Leck in der Druckkabine kann in dieser Höhe verheerende Folgen haben. Zur Reparatur soll der Jet in nur 2000 Meter Höhe nach Hamburg geflogen worden sein.

Lufthansa bestätigt den Zwischenfall, wollte sich aber mit Verweis auf die laufenden Untersuchungen nicht zu Einzelheiten äußern. „Wir wollen das genau aufgeklärt haben“, sagte ein Sprecher des Unternehmens in Frankfurt. Verwundert sei man über die Bekanntgabe von Zwischenergebnissen durch die BFU. Der Jet mit der Kennung D-AIKJ sei nach dem Zwischenfall noch nicht wieder im Einsatz. Nach BFU- Angaben soll ein Zwischenbericht zu dem Vorfall voraussichtlich im Mai veröffentlicht werden.

Kommentare (7)

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pendler

10.04.2013, 13:44 Uhr

Hmmm, war es nicht so, dass die Lufthansa gestreikt hatte?

Vermutlich konnten deshalb nicht die erfahrenen deutschen oder asiatischen Piloten das Flugzeug fliegen(...). Wer wirklich vorne im Flieger sitzt, kann man ja wegen der stets geschlossenen Tür nicht mehr erkennen.

Aber langsam erkenne ich, warum diese Tür immer so geschlossen ist. Bestimmt nicht aus Gründen der Sicherheit.

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Account gelöscht!

10.04.2013, 14:26 Uhr

Was sich manche Leute hier so zusammenspinnen geht auf keine Kuhhaut....

pendler

10.04.2013, 14:47 Uhr

stimmt, aber das sind eben die, die eh nur im Urlaub mal fliegen und nicht mal eine Senator-Card haben. Sie sitzen iwo hinten im Flieger und sitzen auf den Holzbänken in der Wartehallte. Da wo sie noch füs Internet bezahlen müssen.

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