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03.02.2016

12:33 Uhr

Lufthansa-Billigflieger Eurowings

Boston und Las Vegas müssen warten

Eurowings kriegt die Probleme mit Verspätungen nicht in den Griff. Nun muss die Lufthansa auch die geplanten Verbindungen von Köln nach Boston und Las Vegas verschieben. Ein weiteres Ziel wird vorerst ganz auf Eis gelegt.

Die Lufthansa-Billigmarke verschiebt die Langstreckenflüge von Köln/Bonn nach Boston und Miami. Screenshot Youtube

Eurowings-Werbung mit Tom Selleck

Die Lufthansa-Billigmarke verschiebt die Langstreckenflüge von Köln/Bonn nach Boston und Miami.

KölnDie Lufthansa-Billigmarke Eurowings verschiebt im Kampf gegen immense Verspätungen ihre Flüge zu neuen Fernzielen. Die eigentlich ab 4. Mai vorgesehenen Flüge von Köln/Bonn nach Boston und Las Vegas sollen nun erst im Juni beginnen, sagte ein Eurowings-Sprecher am Mittwoch und bestätigte damit einen Bericht des Luftfahrt-Portals „Aerotelegraph“.

Die Flüge in die iranische Hauptstadt Teheran wurden auf Eis gelegt und sind derzeit gar nicht mehr buchbar. Kunden, die bereits Tickets gekauft hätten, würden auf andere Flüge umgebucht, sagte der Sprecher.

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Zu wenig Piloten, zu viele Verspätungen, zu ehrgeizige Ziele: Der Start des Lufthansa-Ablegers Eurowings ist alles andere als reibungslos verlaufen. Vorstandschef Carsten Spohr bemüht sich um Schadensbegrenzung.

Eurowings versucht nach massiven Verspätungen im neuen Langstreckensegment die Probleme in den Griff zu bekommen. Es werde alles getan, „um diese Dinge schnellstmöglich abzustellen“, hatte Lufthansa-Vorstand Karl Ulrich Garnadt dem „Kölner Stadt-Anzeiger“ im Januar gesagt. Man habe offenbar nicht genügend Reserven eingebaut. Anfang des Jahres war ein Eurowings-Flieger aus Kuba erst mit 68 Stunden Verspätung in Köln gelandet. Viele andere Flüge hatten mehr als drei Stunden Verspätung.

Eurowings ist derzeit mit zwei Langstreckenjets vom Typ Airbus A330 unterwegs, zudem wird eine Maschine der Tuifly über Eurowings vermarktet. Dem Sprecher zufolge werden derzeit zehn Fernziele angeflogen, davon sechs im Einzelticket-Verkauf.

Das sind die beliebtesten Billigflieger Deutschlands

10. Aer Lingus

Starts pro Woche: 69 (Veränderung zum Vorjahr: -2,8 Prozent)

Sitze: 11.616 (-6,0 Prozent)

Strecken: 7 (-12,5 Prozent)

9. Flybe

Starts: 74 (-3,9 Prozent)

Sitze: 6.210 (-3,5 Prozent)

Strecken: 8 (0,0 Prozent)

8. Norwegian

Starts: 89 (-2,2 Prozent)

Sitze: 16.516 (+ 0,5 Prozent)

Strecken: 27 (0,0 Prozent)

7. Intersky

Starts: 112 (+36,6 Prozent)

Sitze: 7.272 (+37,9 Prozent)

Strecken: 17 (+30,8 Prozent)

6. Vueling

Starts: 121 (+3,4 Prozent)

Sitze: 21.524 (+3,6 Prozent)

Strecken: 22 (+10,0 Prozent)

5. Wizz

Starts: 146 (+52,1 Prozent)

Sitze: 26.280 (+52,1 Prozent)

Strecken: 45 (80,0 Prozent)

4. Easyjet

Starts: 483 (+12,3 Prozent)

Sitze: 78.276 (+12,7 Prozent)

Strecken: 82 (+20,6 Prozent)

3. Ryanair

Starts: 630 (+12,1 Prozent)

Sitze: 119.070 (+12,2 Prozent)

Strecken: 169 (0,0 Prozent)

2. Germanwings

Starts: 2.174 (+11,6 Prozent)

Sitze: 290.356 (+16,0 Prozent)

Strecken: 310 (+7,3 Prozent)

1. Air Berlin

Starts: 2.212 (-2,2 Prozent)

Sitze: 329.606 (-5,6 Prozent)

Strecken: 134 (-2,9 Prozent)

Zahlen für Juli 2015. Quelle: DLR Low Cost Monitor 2/2015

Im April und Mai soll die Eurowings-Flotte um insgesamt zwei Airbus-Langstreckenjets wachsen. Damit bekommt die Gesellschaft mehr Puffer, um Probleme im Flugbetrieb aufzufangen. Der Kurz- und Mittelstreckenbetrieb in Europa ist von den Problemen nicht betroffen.

Von

dpa

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