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12.01.2005

18:00 Uhr

Lufthansa hält fünf Prozent am Unternehmen

Fluglinien wollen Buchungsgesellschaft Amadeus komplett übernehmen

Die Hauptaktionäre von Amadeus streben gemeinsam mit den britischen Finanzinvestoren Cinven Group und BC Partners eine komplette Übernahme der in Spanien ansässigen Buchungsgesellschaft an.

HB MADRID. Cinven und PC Partners wollten mit den drei führenden Amadeus-Aktionären eine neue Gesellschaft gründen, um ein öffentliches Angebot von 7,35 Euro je Aktie zur 100-prozentigen Übernahme von Amadeus zu unterbreiten, teilten die drei Amadeus-Aktionäre Air France KLM, Iberia und Lufthansa am Mittwoch mit. Die drei Fluglinien kontrollieren derzeit die Buchungsgesellschaft, an der Lufthansa fünf Prozent hält. Ziel des Angebots solle sein, Amadeus so schnell wie möglich von der Börse zu nehmen, hieß es.

Nach Abschluss der Verhandlungen mit den Finanzinvestoren solle das öffentliche Übernahmeangeobt über die neue Gesellschaft NewCo unverzüglich unterbreitet werden, gaben die drei Fluglinien bekannt. Die Fluggesellschaften wollten auch künftig Aktionäre von Amadeus bleiben. Sie behielten sich aber vor, einen Teil ihrer Anteilsscheine an der Gesellschaft im Rahmen des öffentlichen Übernahmeangebots zu übertragen. Air France-KLM hält derzeit 23,4 Prozent und Iberia 18 Prozent an Amadeus. Zusammen haben die drei Fluggesellschaften 86 Prozent der Stimmrechte bei Amadeus inne.

Aus mit der Situation vertrauten Kreisen hatte es Anfang der Woche geheißen, Cinven und BC Partners hätten sich am Wochenende für ein gemeinsames Angebot zusammengeschlossen. Neben den beiden Londoner Finanzinvestorengruppen waren zuletzt noch die Carlyle-Gruppe und Citigroup Venture Capital als potenzielle Bieter für Amadeus genannt worden.

Amadeus zählt mit dem US-Konkurrenten Sabre zu den weltweit führenden Buchungsunternehmen und wickelt früheren Angaben zufolge in Deutschland rund 80 Prozent aller Flugbuchungen ab. In den ersten neun Monaten 2004 hatte Amadeus einen Umsatz von mehr als 1,5 Milliarden Euro erwirtschaftet und einen Nettogewinn von 178 Millionen Euro eingefahren.

Die Amadeus-Aktie notierte an der Börse Madrid zuletzt bei 7,25 Euro.

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