Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

27.07.2016

13:10 Uhr

Lufthansa-Konkurrent

Schlechte Aussichten für Air France-KLM

Anschläge wie der in Nizza machen auch den Fluggesellschaften zu schaffen: Der Umsatz von Air France-KLM sinkt auf rund sechs Milliarden Euro. Auch die Streiks der Belegschaft bremsen den Lufthansa-Konkurrenten.

Auch die Streiks setzen der Fluggesellschaft zu. AFP; Files; Francois Guillot

Air France

Auch die Streiks setzen der Fluggesellschaft zu.

ParisSkepsis in der europäischen Luftfahrtbranche: Nach der Lufthansa und Easyjet warnt auch Air France-KLM vor den Folgen der jüngsten Anschläge in Frankreich sowie der politischen Unsicherheit nach dem Brexit-Votum in Großbritannien. Frankreich als Urlaubsziel werde durch fehlende Sicherheit unattraktiver, sagte Finanzchef Pierre-Francois Riolacci am Mittwoch bei Vorlage der Quartalszahlen. In Nizza hatte zuletzt ein Tunesier 84 Menschen an der Strandpromenade mit einem Laster überfahren. Zudem töteten Islamisten am Dienstag in einer Kirche in der Normandie den Pfarrer.

Vor allem Reisende aus China und Japan blieben dem Land mittlerweile fern, sagte Riolacci. Air France habe sich entschieden, Tickets günstiger anzubieten, was wiederum die Vorteile der niedrigen Kerosinkosten zunichtemache. Die französische Fluggesellschaft befindet sich seit längerem auf Sparkurs, der allerdings auf massiven Widerstand des Kabinenpersonals und der Piloten stößt. Auch Streiks belasten Air France immer wieder. Am Mittwoch traten die Flugbegleiter in einen einwöchigen Ausstand, der den Konzern Riolacci zufolge mehr als 40 Millionen Euro kosten dürfte.

Trotz der Arbeitsniederlegungen mit den verbundenen Flugausfällen und Ausgaben kommt Air France bei seinen Sparbemühungen voran. Der Betriebsgewinn (Ebitda) legte im zweiten Quartal um 30 Prozent auf 728 Millionen Euro zu. Dies lag deutlich über den Erwartungen von Analysten. Im Gesamtjahr will die Airline weiterhin die Kosten um rund ein Prozent senken und den Schuldenberg deutlich abtragen.

Die Air-France-Aktie legte in Paris mehr als 1,7 Prozent zu. Seit Januar hat das Papier allerdings 23 Prozent verloren.

Von

rtr

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×