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20.03.2013

19:29 Uhr

Lufthansa

Mayrhuber löst Weber als Chefaufseher ab

Der vormalige Lufthansa-Vorstandschef aus Österreich, Wolfgang Mayrhuber, übernimmt im Mai den Vorsitz im Aufsichtsrat der Lufthansa. Er löst damit den langjährigen „Mister Lufthansa“ Jürgen Weber ab.

Wolfgang Mayrhuber, übernimmt im Mai den Vorsitz im Aufsichtsrat der Lufthansa. Er ist ehemaliger Lufthansa-Vorstandschef aus Österreich. Reuters

Wolfgang Mayrhuber, übernimmt im Mai den Vorsitz im Aufsichtsrat der Lufthansa. Er ist ehemaliger Lufthansa-Vorstandschef aus Österreich.

FrankfurtIm Aufsichtsrat der Lufthansa steht eine Zeitenwende an. An der Spitze wird der langjährige „Mister Lufthansa“ Jürgen Weber wie geplant von Wolfgang Mayrhuber abgelöst. Die Fluggesellschaft bestätigte am Mittwoch einen entsprechenden Bericht der „Börsenzeitung“.

Mayrhuber, der vormalige Lufthansa-Vorstandschef aus Österreich, hat eine zwei Jahre währende „Abkühlungsphase“ hinter sich. Er dürfte bei der Hauptversammlung am 7. Mai in Köln den Vorsitz im Aufsichtsgremium übernehmen. Der 71 Jahre alte Weber, der Lufthansa von 1991 bis 2003 als Vorstandschef gelenkt hatte und danach oberster Aufseher war, scheidet aus.

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Mit Merck-Chef Karl-Ludwig Kley rückt ein weiterer Branchenkenner in den Aufsichtsrat. In seiner früheren Funktion als Lufthansa-Finanzchef arbeitete er sowohl mit Weber als auch mit Mayrhuber eng zusammen. Für ihn soll der frühere Lufthansa-Vorstand Klaus Schlede aus dem Gremium weichen. Die Besetzung der übrigen Sitze der Anteilseigner bleibe unverändert.

Auch im Vorstand der Fluggesellschaft tut sich offenbar etwas: Personalvorstand Stefan Lauer will das Unternehmen laut einem Bericht der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ zum 30. Juni verlassen. Genaue Gründe würden nicht genannt, schreibt die Zeitung in der Donnerstagausgabe unter Berufung auf zuverlässige Quellen im Umfeld des Unternehmens. Ein Lufthansa-Sprecher sagte der dpa am Mittwochabend, er könne den Bericht nicht bestätigen.

Die größten Fluggesellschaften der Welt

Platz 10

US Airways (USA) - 66 Millionen Passagiere

Durch die Fusion mit American Airlines steigt die Fluggesellschaft ab Herbst 2013 zur größten der Welt auf. Im vergangenen Jahr schaffte die Airline nur knapp den Sprung in die Top Ten.

Platz 9

China Eastern Airlines (China) - 73 Millionen Passagiere

Mitte 2011 wurde die chinesische Airline ins SkyTeam aufgenommen. Die 285 Flugzeuge steuern im wesentlichen Ziele im Inland an, aber auch Flughäfen in Nordamerika, Europa und Australien. Größter Anteilseigner der Fluggesellschaft ist die chinesische Regierung.

Platz 8

Air France-KLM (Frankreich) - 77 Millionen Passagiere

Die Franzosen leiden unter dem schwachen Geschäft in Europa. Billig-Airlines und Kerosinpreise verhageln das Geschäft. Darum wurde zuletzt sogar eine Kooperation mit dem aufstrebenden arabischen Konkurrenten Etihad eingegangen, um der Lufthansa ihren Spitzenplatz abzujagen.

Platz 7

Ryanair (Irland) - 79 Millionen Passagiere

Ryanair-Chef Michael O'Leary ist berühmt für seine ausgeflippten Auftritte. Durch seine Billigstrategie sind die Iren mittlerweile die größte Fluggesellschaft Europas. Zuletzt wollten die Iren erneut den heimischen Konkurrenten Aer Lingus übernehmen.

Platz 6

China Southern Airlines (China) - 87 Millionen Passagiere

Asiens größte Fluggesellschaft verfügt über eine Flotte von 360 Maschinen - darunter auch ein Airbus A380. Damit soll die Expansion noch lange nicht abgeschlossen sein, die Flotte soll in den kommenden Jahren um 121 Flugzeuge ausgebaut werden.

Platz 5

Lufthansa (Deutschland) - 103 Millionen Passagiere

Die größte deutsche Fluggesellschaft macht rund 75 Prozent ihrer Umsätze im Passagiergeschäft. Besonders das Geschäft in Europa sorgte zuletzt aber für Millionenverluste. Viele europäische Strecken wurden darum auf die Billigtochter Germanwings umgestellt.

Platz 4

American Airlines (USA) - 108 Millionen Passagiere

Ende 2011 musste die Fluggesellschaft noch Insolvenz anmelden - bald könnte sie durch die Fusion mit US Airways zur größten der Welt aufsteigen.

Platz 3

Southwest Airlines (USA) - 109 Millionen Passagiere

Die bunten Texaner sind die größte Inlandsfluggesellschaft der Welt. Nachdem die Passagierzahl in der Finanzkrise zuletzt heftig gesunken war, erreichte sie 2012 wieder ein Rekordniveau weit über der 100-Millionen-Marke.

Platz 2

United Continental (USA) - 140 Millionen Passagiere

Die Airline aus Chicago verpasst den Spitzenplatz nur knapp. Als Mitglied der Star Alliance ist United auch ein wichtiger Partner der Lufthansa.

Platz 1

Delta Airlines (USA) - 165 Millionen Passagiere

Die Amerikaner sind noch die größte Fluggesellschaft der Welt - müssen ihren Titel aber bald abgeben. Durch die Fusion von American Airlines und US Airways dürfte Delta als größte Fluggesellschaft abgelöst werden. 752 Flugzeuge gehören zur Flotte, weitere 125 sind bestellt.

Die „FAZ“ schreibt weiter, Lauer solle weiterhin beratend für die Lufthansa tätig bleiben und sich unter anderem um eine Vertiefung der Kooperation mit Turkish Airlines kümmern. Außerdem solle er Gespräche über eine engere Zusammenarbeit mit Air China begleiten.

Von

dpa

Kommentare (2)

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Account gelöscht!

21.03.2013, 08:46 Uhr


Sehr schade!

Mit Jürgen Weber geht einer der letzten charismatischen Männer, der obendrein immer den Kunden an erster Stelle sah.

Herr Wolfgang Mayrhuber muss nun den "Scherbenhaufen", den ihm Herr Chr. Franz bereitet und vmtl.hinterlassen wird aufräumen.

Mit Herrn Franz, den schon Herr Mehdorn bei der Deutschen Bahn gefeuert hat, ist die einstige Premium Airline zu einer Mittelmass-Airline verkommen. Ich komme gerade aus Bangkok zurück und hatte einen First Class Flug. Das Fluggerät war eine A340 mit First Class Bestuhlung im "retro Design" der 80er Jahre. Schlafen war auf dem "hügeligen" Sitz kaum möglich. Aber die Zeit mit Filem zu verbringen war fast noch nostalgischer; der TV Monitor hat ein winziger Bildschirm mit gerade mal 480 x 640 Bildpunkten. Jeder Charter-Flieger bietet hier mehr.

Herr Franz "knebelt" aber nicht nur seine Kunden, sondern auch sein Personal. Die Stimmung intern ist ausgesprochen schlecht; das "Wir-Gefühl", welches Herr Weber noch den Mitarbeitern vermitteln konnte ist verflogen. Auch dies ist einer der Hintergründe des jetzigen Streiks.

Herr Franz ist eine völlige Fehlbesetzung und wird diese einst so stolze Airline niemals allein mit Sparmassnahmen am Kunden, beim Fluggerät sowie Personal zu altem Ruhm zurückführen können.

Account gelöscht!

21.03.2013, 08:46 Uhr


Sehr schade!

Mit Jürgen Weber geht einer der letzten charismatischen Männer, der obendrein immer den Kunden an erster Stelle sah.

Herr Wolfgang Mayrhuber muss nun den "Scherbenhaufen", den ihm Herr Chr. Franz bereitet und vmtl.hinterlassen wird aufräumen.

Mit Herrn Franz, den schon Herr Mehdorn bei der Deutschen Bahn gefeuert hat, ist die einstige Premium Airline zu einer Mittelmass-Airline verkommen. Ich komme gerade aus Bangkok zurück und hatte einen First Class Flug. Das Fluggerät war eine A340 mit First Class Bestuhlung im "retro Design" der 80er Jahre. Schlafen war auf dem "hügeligen" Sitz kaum möglich. Aber die Zeit mit Filem zu verbringen war fast noch nostalgischer; der TV Monitor hat ein winziger Bildschirm mit gerade mal 480 x 640 Bildpunkten. Jeder Charter-Flieger bietet hier mehr.

Herr Franz "knebelt" aber nicht nur seine Kunden, sondern auch sein Personal. Die Stimmung intern ist ausgesprochen schlecht; das "Wir-Gefühl", welches Herr Weber noch den Mitarbeitern vermitteln konnte ist verflogen. Auch dies ist einer der Hintergründe des jetzigen Streiks.

Herr Franz ist eine völlige Fehlbesetzung und wird diese einst so stolze Airline niemals allein mit Sparmassnahmen am Kunden, beim Fluggerät sowie Personal zu altem Ruhm zurückführen können.

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