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24.07.2015

20:06 Uhr

Lufthansa

Neues Preismodell Marke Billigflieger

Die Lufthansa startet einem Medienbericht zufolge in der kommenden Woche in Deutschland und Europa ein neues Preismodell. Es orientiert sich an Billig-Airlines und ist eine Antwort auf den wachsenden Konkurrenzkampf.

Die Lufthansa will neue Preis-Modelle nach dem Vorbild von Billig-Airlines einführen. dpa

Lufthansa

Die Lufthansa will neue Preis-Modelle nach dem Vorbild von Billig-Airlines einführen.

FrankfurtDie Deutsche Lufthansa startet laut einem Bericht der „Süddeutschen Zeitung“ in der kommenden Woche in Deutschland und Europa ein neues Preismodell, das sich an Billigflug-Airlines orientiert. Das bedeutet, dass für bestimmte Angebote nur noch Handgepäck im Preis inbegriffen ist und Umbuchungen nicht mehr möglich sind. Wie der Konzern bereits mehrfach angedeutet hatte, werden dazu ab dem Herbst 2015 die drei Economy-Tarife „Light“, „Classic“ und „Flex“ eingeführt. Eine Sprecherin des Unternehmens sagte der Deutschen Presse-Agentur am Freitagabend, die Lufthansa wolle die neuen Tarife am Montag (27.7.) offiziell vorstellen und am Dienstag den Verkauf für Flüge ab dem 1. Oktober beginnen.

Es sei die größte Tarifumstellung seit Jahrzehnten, zitiert die „Süddeutsche Zeitung“ (SZ) den für den Ticket-Vertrieb zuständigen Passage-Vorstand Jens Bischof. „In unserem neuen Konzept zahlt der Kunde nur für das, was er auch in Anspruch nimmt“, sagte der Lufthansa-Manager der Zeitung.

Die größte deutsche Airline reagiert damit auf die immer stärker werdende Konkurrenz, die den gleichen Flug zu völlig unterschiedlichen Preisen - je nach Service, Buchungszeitpunkt und Umtauschmöglichkeit - anbietet. „Ziel ist es, auch mit Hilfe der unterschiedlichen Flugpreise die Flüge möglichst gleichmäßig auszulasten“, sagte Lufthansa-Manager Jörg Hennemann der Zeitung. Im vergangenen Jahr habe die Auslastung im Schnitt bei 80 Prozent gelegen. Bisher galt ein relativ einheitliches Tarifsystem als ein Merkmal der Marke Lufthansa. Bei Billig-Töchtern wie Germanwings gibt es bereits abgestufte Tarife.

Das bietet die First Class im A380

Lufthansa

Champagner, Weiß- und Rotweine aus den Toplagen des Erdballs, Menüs internationaler Chefs, vielsprachige Purser – Lufthansa First ist in der Luft die globalste. Service kommt vor Bling, man reist standesgemäß aber sachlich distinguiert.

British Airways

Mit ihrer „Cuisine der Höhe“, designed, um den Genuss beim Flug zu optimieren, hat sich BA beim Catering besonders ins Zeug gelegt. Kabine und Sitze im BA-Blau sind streng modern, das kühle Bordambiente wird durch Lichtwechsel aufgefangen.

Qantas

Die schräg zur Flugrichtung gestellten Suiten sind originell, die 1-1-1 Konfiguration erhöht das Platzangebot, drehbare Sitze die Individualität bei den langen Flügen nach Down Under.

Emirates

Die First der Dubaier hat den luxuriösesten Touch: Ledersitze, honigfarben, goldene Applikationen. Dazu Skybar und Duschen an Bord. Die komplett abtrennbaren Suiten der Fensterreihen ermöglichen maximale Privatsphäre.

Etihad

Nüchterner und westlicher als Emirates, riesige Flatscreen-TVs. Originell: Fünf der neun First-Sitze stehen gegen die Flugrichtung. Mit „The Residence“ hat die Airline die Exklusivität allerdings übertrieben. Gut fürs Ego, schlecht fürs Portemonnaie.

Singapore Airlines

Sie definierten das neue First-Class-Reisen. Beste Balance zwischen Eleganz und Understatement der Suiten. Der Mahagoni-Schick ist aber etwas in die Jahre gekommen. Der Bordservice glänzt mit bekannter asiatischer Liebenswürdigkeit.

Air France

Die Franzosen setzen am konsequentesten auf einen offenen Lounge-Charakter ihrer First. Leicht zueinander gestellte Sitze laden geradezu dazu ein, mit dem Nachbarn zu plaudern. Die Bord-Cuisine lässt keine Wünsche offen.

Auch künftig soll es allerdings laut Bischof kostenlose Getränke und Snacks an Bord geben, auch für die Kunden von Billigfliegern. Ebenso bleibe die Buisiness-Klasse für Geschäftskunden erhalten.

In den vergangenen Wochen hatte bereits eine andere Änderung bei der Lufthansa für Aufsehen gesorgt: Flugtickets werden ab September 16 Euro teurer, sofern sie über ein globales Vertriebssystem (GDS) erstellt werden. Das ist bislang bei rund 70 Prozent der Tickets der Fall. Vor allem Reisebüros, aber auch Internetportale benutzen die Systeme der drei marktbeherrschenden GDS-Anbieter, um weltweit Flüge und andere touristische Dienstleistungen einzukaufen und abzurechnen. Die Kranich-Fluglinie will dadurch künftig möglichst viele Tickets selbst verkaufen und ihre Etragskraft steigern. Der Lufthansa-Konzern hatte 2014 rund 30 Milliarden Euro Umsatz erwirtschaftet, jedoch nur einen Mini-Gewinn von 55 Millionen Euro erzielt.

Von

dpa

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