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20.09.2012

13:40 Uhr

Lufthansa

Sparplan belastet Tarifverhandlungen

Der Start einer neuen Billigfluggesellschaft verunsichert viele Flugbegleiter der Lufthansa und belastet damit auch die anstehenden Tarifverhandlungen. Die Gewerkschaft Ufo kritisierte den Schritt als „kontraproduktiv“.

Die anstehenden Tarifverhandlungen werden vom Start einer neuen Billigfluggesellschaft überschattet. dpa

Die anstehenden Tarifverhandlungen werden vom Start einer neuen Billigfluggesellschaft überschattet.

FrankfurtDer Startschuss der Lufthansa für eine neue Billigfluggesellschaft belastet nach Aussagen von Gewerkschaftschef Nicoley Baublies die anstehenden Tarif-Vermittlungsgespräche. Dass die Lufthansa ihre Pläne kurz vor Beginn der Schlichtung vorgestellt habe, sei "absolut kontraproduktiv", sagte Baublies, Chef der Flugbegleitergewerkschaft Ufo, am Donnerstag der Nachrichtenagentur Reuters. "Die Lufthansa gießt da Öl ins Feuer." Viele der Flugbegleiter der Kranich-Linie seien verunsichert und fragten derzeit nach, ob sie zur neuen Gesellschaft wechseln müssten.

Die Lufthansa geht ab nächstem Jahr mit einem neuen Billigableger an den Start, der mit preisaggressiven Rivalen wie Ryanair und Easyjet konkurrieren soll. Grundstein der neuen Linie ist die Lufthansa-Tochter Germanwings. Zusätzlich werden die Lufthansa-Verbindung in Deutschland und Europa von dem Newcomer abgewickelt. Ausgenommen sind alle Zubringerflüge nach Frankfurt und München - die beiden Drehkreuze fliegt die Lufthansa auch in Zukunft noch selbst an. Mit dem Konzept erhofft sich Deutschlands größte Airline erhebliche Einsparungen, vor allem beim Personal. Einer der größten Kostenposten sind die Flugbegleiter, von denen die Gesellschaft 2000 braucht. 800 davon kommen von Germanwings - der große Rest, der derzeit noch bei der Lufthansa arbeitet, läuft nach Ufo-Berechnungen Gefahr, bis zu 40 Prozent weniger zu verdienen. Der Konzern versichert, dass niemand gegen seinen Willen zur neuen Gesellschaft wechseln muss.

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