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13.06.2014

13:43 Uhr

Lufthansa-Tochter

Neuer Anlauf im Tarifstreit bei Austrian

Die Arbeitnehmervertreter der Lufthansa-Tochter Austrian haben ein neues Angebot für einen Tarifvertrag ausgearbeitet. So könnte wieder Bewegung in den Konflikt mit dem Arbeitgeber kommen.

Flugzeuge der österreichischen Fluggesellschaft Austrian Airlines: In dem bereits seit Jahren dauernden Streit in Österreich geht es um neue Verträge für die Piloten und Flugbegleiter von Austrian und deren Tochter Tyrolean. dapd

Flugzeuge der österreichischen Fluggesellschaft Austrian Airlines: In dem bereits seit Jahren dauernden Streit in Österreich geht es um neue Verträge für die Piloten und Flugbegleiter von Austrian und deren Tochter Tyrolean.

WienIn den festgefahrenen Tarifkonflikt bei der Lufthansa -Tochter Austrian Airlines kommt offenbar Bewegung. Die Arbeitnehmervertreter haben ein neues Angebot für einen Tarifvertrag für Piloten und Flugbegleiter ausgearbeitet, wie Betriebsratvorsitzender Karl Minhard am Freitag in Wien sagte. Damit könne das Unternehmen rund 20 Millionen Euro sparen. Ein Austrian-Sprecher sagte, das Management sei gerne bereit, sich die Offerte anzusehen. „Wir begrüßen das Signal, dass der Betriebsrat ernsthaft verhandeln möchte.“ Das sei aber nur auf Basis eines Angebots möglich, das sich das Unternehmen leisten könne.

Zuvor hatte das Management die Gespräche wegen einer Streikdrohung der Belegschaft abgebrochen, um den Flugbetrieb in der Hauptreisezeit im Sommer nicht zu gefährden. Während dieser Zeit erwirtschaften Airlines den Großteil ihrer Gewinne.

Die 627 Flugzeuge des Lufthansa-Konzerns (Ende 2012)

Airbus A310/A319

A310: Zwei Maschinen (Vermietet)

A319: 81 Maschinen, davon 32 bei Germanwings

Airbus A320/A321

A320: 89 Maschinen

A321: 75 Maschinen

Airbus A330/A340

Airbus A330: 36 Maschinen

Airbus A340: 63 Maschinen

Airbus A380

A380: 10 Maschinen

Boeing 737

B737: 45 Maschinen

Boeing 747 (Jumbo-Jet)

B747: 29 Maschinen

Boeing 767/777

Boeing 767: Sechs Maschinen

Boeing 777: Vier Maschinen

Boeing MD-11F

MD-11F: 18 Maschinen (alle Lufthansa Cargo)

Bombardier

Bombardier CRJ: 56 Maschinen

Bombardier C-Series: 0 (bestellt für 2013 bis 2018: 30 Maschinen)

Bombardier Q-Series: 14 Maschinen

Sonstige

ATR: 11 Maschinen

Avro RJ: 22 Maschinen

Embraer: 42 Maschinen

Fokker F70: 9 Maschinen

Fokker F100: 15 Maschinen

Für die Lufthansa, die angesichts des harten Wettbewerbs erst vor wenigen Tagen ihre Gewinnprognose gekippt hatte, sind die stockenden Verhandlungen ein weiterer Bremsklotz: Auch im eigenen Haus hatten die Piloten gegen einen geplanten neuen Tarifvertrag rebelliert - mit dem größten Streik der Unternehmensgeschichte.

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