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12.01.2010

13:58 Uhr

Lufthansa-Verkehrszahlen

Horror-Jahr geht hoffnungsvoll zu Ende

Zum Ende des Krisenjahres 2009 hat sich für die Lufthansa die positive Trendwende fortgesetzt: Passagierzahlen, Frachtraten und Auslastung stiegen weiter an. Im Gesamtjahr konnte Deutschlands größte Fluglinie den Passagierschwund durch die Übernahme von Austrian Airlines und BMI ausgleichen. Für das neue Jahr machen unter anderem die Kerosinpreise Sorgen.

Boeing 737 der Lufthansa in Dresden. ap

Boeing 737 der Lufthansa in Dresden.

HB FRANKFURT. Bei der Lufthansa hat sich die positive Trendwende im Passagier- und Frachtgeschäft zum Jahresende 2009 fortgesetzt. Mit den Fluglinien unter der Marke Lufthansa flogen im Dezember 4,1 Millionen Passagiere und damit drei Prozent mehr als ein Jahr zuvor, wie der Dax-Konzern am Dienstag in Frankfurt mitteilte.

Die Auslastung der Maschinen fiel mit 76,8 Prozent um 1,1 Prozentpunkte höher aus. Einschließlich der neuen Töchter BMI und Austrian Airlines (AUA) beförderte die Lufthansa 6,4 Millionen Fluggäste. Im Gesamtjahr kamen die Kranichlinien auf 55,6 Millionen Passagiere, 2,6 Prozent weniger als ein Jahr zuvor. Konzernweit verbuchte die Lufthansa dank der Übernahme von Austrian Airlines und BMI einen Zuwachs von 8,5 Prozent auf 76,5 Millionen Fluggäste.

Auch im Frachtgeschäft hielt der positive Trend an. Die Sparte Lufthansa Cargo beförderte im Dezember mit 138 000 Tonnen Fracht und Post – 20,7 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Damals hatte die Wirtschaftskrise für einen herben Einbruch gesorgt. Die Auslastung der Frachträume verbesserte sich um 10,4 Prozentpunkte auf 70,2 Prozent. Im Gesamtjahr beförderte Lufthansa Cargo 1,5 Mio. Tonnen Fracht und Post, ein Rückgang um 10,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

Gleichzeitig rechnet die Lufthansa für das laufende Jahr mit noch höheren Treibstoffkosten als bislang. Die Kerosinrechnung dürfte nach Preissicherungsgeschäften auf 4,75 Milliarden Euro klettern, heißt es in einer am Dienstag veröffentlichten Präsentation von Finanzvorstand Stephan Gemkow zu einer Investorenveranstaltung der Commerzbank in New York.

Zuletzt hatte die Lufthansa für 2010 mit Treibstoffkosten von 4,5 Mrd, Euro kalkuliert. Für das abgelaufene Jahr hielt Gemkow seine Schätzung von 3,7 Mrd. Euro aufrecht. Davon entfielen 300 Mio. auf die neuen Töchter AUA und BMI. In diesem Jahr dürfte ihr Anteil auf 600 Mio. Euro wachsen, hieß es.

Unterdessen gab die Lufthansa am Dienstag bekannt, nach 20 Jahren wieder den Irak anfliegen zu wollen. Beabsichtigt sei, von diesem Sommer an Flüge nach Bagdad und in die nordirakische Stadt Erbil anzubieten, hieß es. Das stehe aber noch unter dem Vorbehalt der notwendigen Verkehrsrechte und einer Prüfung der Infrastruktur.

Im Zuge einer zunehmenden Öffnung des Iraks für die zivile Luftfahrt wachse die Nachfrage nach Flügen dorthin, so die Lufthansa, die Bagdad von 1956 bis zum Beginn des Golfkrieges 1990 angeflogen hatte. Erbil im nordirakischen Kurdengebiet wird bereits von AUA ab Wien bedient. Die beiden irakischen Städte sollen im Sommer an die Drehkreuze in Frankfurt beziehungsweise München angebunden werden. Flugzeiten und Tarife würden zu einem späteren Zeitpunkt bekanntgegeben, hieß es weiter.

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